(1): Lorenzo Mediano: Liebesleid in den aragonesischen Pyrenäen Lorenzo Mediano ist ein spanischer Arzt, Survival-Trainer und Autor, dessen Werke noch auf eine deutsche Übersetzung warten. Sein 1998 erschienener Roman "La escarcha sobre los hombros" (wörtlich: Raureif auf den Schultern) ist Volksmärchen und politische Fabel zugleich. Er spielt Anfang der 1930er Jahre in einem einsamen Dorf in den aragonesischen Pyrenäen und handelt von der verbotenen Liebe zwischen einem Hirten und der Erbin einer reichen Familie. Stimmungsvoll beschreibt Mediano die Landschaft, die Stille und die unbarmherzigen Gesellschaftsnormen in der abgelegenen Bergregion Aragoniens, wo heute vermutlich niemand mehr lebt. (2): Ägypten: Von Tauben und Menschen Jeden Tag bei Sonnenuntergang wird der Himmel über Kairo zum Parkett für einen faszinierenden Tanz: Tausende von Tauben erheben sich in die Lüfte und gleiten elegant hin und her, ohne dass sich ihre Flugbahnen kreuzen. Während Tauben in anderen Ländern als "Ratten der Lüfte" geschmäht werden, verehrt man sie in Ägypten seit jeher als "Könige des Himmels". Die Haustaube, Columba livia domestica, ist der älteste domestizierte Vogel der Welt. Vor Jahrtausenden zählten die Ägypter zu den ersten, die in der Taube eine Verbündete sahen. (3): Bali: Komangs Kokos-Bananen-Kissen Bantal ist Indonesisch und bedeutet Kissen. In Sidemen bereitet Komang ihre Kue Bantal zu, eine süße Leckerei für Festtage. Dafür folgt sie einem präzisen Ritual: Zuerst fertigt sie den "Kissenbezug" aus gerollten Kokosblättern. Dann gibt sie einen Mix aus Kokosraspeln, Zucker, Salz und Klebreis sowie Bananenstückchen in die Blätter. Die süßen Bissen sehen zwar aus wie Kissen, doch ihre Zubereitung ist nichts für Schlafmützen! (4): Île de Ré: Vorhof zur Hölle Heute lädt die Île de Ré Reisende zur Flucht aus dem Alltag ein. Doch im 19. Jahrhundert dachten einige dort an Flucht im wahrsten Sinne des Wortes.





