(1): Michela Murgia: Die weibliche Stimme Sardiniens Die Mauern der sardinischen Ortschaft Cabras erinnern an die hier geborene und früh verstorbene Michela Murgia. Die italienische Aktivistin und Autorin schrieb sich 2009 mit ʺAccabadoraʺ in die Herzen von Leserinnen auf der ganzen Welt. In ihrem Roman sprengt sie die patriarchalische Tradition Sardiniens und baut sie Stein für Stein aus weiblicher Sicht wieder auf. Sie definiert die Familie und die Grenzen des Heiligen neu. Auf berührende Weise verbindet Murgia modernes und archaisches Italien, Feminismus und Katechismus, Patchwork-Familie und Blutsbande, Lebenskraft und letzten Atemzug. (2): Anjou: Im Land der Blaugesichter Vor über zehn Jahren wurde in Anjou die letzte Schiefergrube Frankreichs geschlossen. Den ehemaligen Minenarbeitern, die sie hier liebevoll "Gueules Bleues" ("Blaugesichter") nennen, bleibt nur noch die Erinnerung. In dieser taucht unweigerlich das immergleiche Bild der dunklen Grube auf. Im 20. Jahrhundert war Anjou der weltweit größte Schieferproduzent. Und dieses Erbe lebt weiter, denn der blaue Stein hat die Menschen, ihre Arbeit und ihre Region zusammengeschweißt. (3): Ibiza: Estelas Fleischeintopf Estela stammt aus Ibiza und hat das Kochen im Blut. Zum Klang traditioneller Musik bereitet sie einen deftigen Fleischeintopf zu. Zuerst setzt sie eine Brühe aus Huhn und Lamm auf. Während die Brühe köchelt, brät Estela Knoblauch und Scheiben von Blut- sowie Hartwurst an, gibt das Fleisch aus der Brühe sowie Paprikawürze hinzu, gießt mit Saft auf und fügt gewürfelte Ofenkartoffeln dazu. Ein Stück Heimat auf dem Teller! (4): Türkei: Der Tarzan von Manisa Über der Stadt Manisa, in den weiten Wäldern des Berges Sipylos, hauste eine lebende Legende: der türkische Tarzan! Mit nacktem Oberkörper, gebräunter Haut und einem Bart wie ein Prophet erlangte dieser originelle Geselle bald nationale Berühmtheit ...





