(1): Spanien: Frauenstimmen hinter geschlossenen Vorhängen Carmen Martín Gaite wurde 1925 in Salamanca geboren und wuchs trotz des autoritären Franco-Regimes in einem weltoffenen Haus auf. Die Schriftstellerin prägte die Literaturwelt Spaniens nachhaltig und wurde 1957 mit dem renommierten Nadal-Preis ausgezeichnet. In ihrem Werk "Entre visillos" ("Hinter den Vorhängen") schildert sie den Alltag der Frauen während der Diktatur. Die Zeit war geprägt von Indoktrinierungsversuchen des Regimes, in der vorgegebene Werte wie Ordnung, Familie und Religion jede noch so kleine Geste bestimmten. Doch hinter geschlossenen Vorhängen träumten einige Frauen von einer gänzlich anderen Zukunft. (2): Schottland: die Rückkehr der Hexen Im Herzen von Edinburgh, der geschichtsträchtigen Hauptstadt Schottlands, fallen seltsame Schaufenster ins Auge. Sie sind gefüllt mit mysteriösen Fläschchen, Zauberbüchern und Amuletten. Es wirkt, als stammten sie aus einer anderen Epoche. Diese Gegenstände sind Überbleibsel traditioneller Bräuche aus einer dunklen Vergangenheit. Sie erinnern an eine Zeit, in der ein einzelnes Wort ausreichte, um Frauen zum Schweigen zu bringen: "Hexe!" Heute haben es sich einige Menschen zur Aufgabe gemacht, die Geschichten dieser Frauen wieder in Erinnerung zu rufen. (3): Griechenland: Katerinas Rosinen-Pfannkuchen In ihrem Haus am Strand von Korfu bereitet Katerina gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrer Mutter ein Familienrezept für Tzaletia zu. Zunächst siebt sie das Mehl und mischt es mit Orangenschalen, Fleur de Sel und Rosinen. Für den perfekten Teig fehlt nun nur noch kochendes Wasser. Die Tzaletia werden zum Schluss zu kleinen Pfannkuchen frittiert und mit Orangenblütenhonig serviert. (4): Polen: eine Frau im Urwald An der Grenze zwischen Polen und Belarus liegt einer der letzten Primärwälder Europas: der Białowieża-Urwald. Er erstreckt sich über eine Fläche, die doppelt so groß ist wie London.





