Zu Beginn des 15. Jahrhunderts waren die zwischen Taiwan und Japan gelegenen subtropischen Ryūkyū-Inseln ein unabhängiges und wohlhabendes Königreich. Die Priesterin Kikoe Ogimi war die wichtigste religiöse Persönlichkeit. Sie begründete den Kult der "schwesterlichen Gottheit" oder Onarigami-Kult, der von Generation zu Generation weitergereicht wird und Elemente des Animismus als auch des Buddhismus enthält. Als Japan die Inseln Ende des 19. Jahrhunderts annektierte, schwanden Tradition und Einfluss der Priesterinnen. Doch ganz verschwunden sind sie nicht, wie der faszinierende Dokumentarfilm "Tsukasa - Die Priesterinnen von Ryūkyū" zeigt. Ein Film von Nina Barbier





