Wir alle lieben sie, unsere Wälder. Sie sind wahre Multitalente: Orte der Erholung und Inspiration, Holzlieferanten und Trinkwasserspeicher, sie regulieren das Klima, sind Heimat tausender Pflanzen- und Tierarten und einfach nur schön und lebendig. Aber sind dichte Wälder tatsächlich 'wilde Natur', Hotspots der Artenvielfalt? In seiner Dokumentation begibt sich Naturfilmer Jan Haft erneut auf Spurensuche. Alle unsere heimischen Wälder haben wir Menschen geprägt. Insbesondere Fichtenmonokulturen sind durch Borkenkäfer, Stürme und hohe Temperaturen geschwächt und liegen großflächig am Boden. Was für viele wie ein Desaster wirkt, ist für die Wälder tatsächlich ein Glücksfall: Vom Aussterben bedrohte Arten tauchen wieder auf: Luchse, Auerhühner, verschollen geglaubte Käfer vermehren sich sprunghaft. Mit fantastischen Naturaufnahmen plädiert Jan Haft für ein Waldmosaik aus dichtem und offenen Baumbewuchs. Es ist das Licht der Sonne, das aus einem dunklen grünen Kosmos ein Paradies macht.