Diese Episode führt in ein Spanien, das sich nicht über touristische Kulissen definiert, sondern über seine Menschen und deren enge Verbundenheit zu Natur, Tradition und Gemeinschaft. Wir begleiten Schäfer José Manuel auf der jahrtausendealten Transhumanz - einem gewaltigen Marsch über hunderte Kilometer, den heute nur noch wenige wagen. Zwischen Hitze, Gewitterfronten und einsamen Nächten zeigt sich ein Leben, das mit der Landschaft verschmilzt. In Alagón del Río wiederum verwandelt das Projekt "Muro Crítico" nüchterne Dorfwände in farbige Erzählungen. Künstler aus der Region und Bewohner schaffen gemeinsam Kunst, die Identität stärkt und Geschichten sichtbar macht, die sonst verloren gingen. Weiter südlich zeigt die Dehesa, warum sie zu den faszinierendsten Kulturlandschaften Europas zählt: Hier lebt Rafael mit den fast ausgestorbenen Torbiscal-Schweinen - Tiere, die sich frei bewegen, Eicheln fressen und den berühmten Ibérico-Schinken prägen. Und schließlich begegnen wir Mari Carmen, einer Viehzüchterin im abgelegensten Winkel der Extremadura. Sie trotzt Einsamkeit, Hitze und Kälte, und zeigt, was es heißt, seinen Platz in der Welt selbst zu wählen. Ein poetischer Blick auf ein Spanien, das verschwindet - und gerade deshalb berührt.



