Strände, Mangroven, Regenwälder und Sumpfgebiete. Der Süden Vietnams ist so vielfältig und bunt wie seine Tierwelt. Noch vor mehr als fünf Jahrzehnten mussten Mensch und Natur in Vietnam unbeschreibliches Leid ertragen. Der Vietnamkrieg forderte Millionen Menschenleben, und weite Landstriche - vor allem im Süden - waren zerbombt und zerstört. Nur langsam eroberten Fauna und Flora ihren Lebensraum zurück. Krokodile kehrten ins Mekong-Delta heim, Fischotter jagen heute wieder in seinen zahlreichen Nebenflüssen. Wie ein großer Drache schlängeln sich die unzähligen Arme des Deltas durch den Süden Vietnams, bis sie schließlich das Chinesische Meer erreichen und einer außergewöhnlichen Vielfalt an Tieren ein Zuhause bieten. Doch sie stehen mittlerweile vor neuen Herausforderungen: Reisanbau und Abholzung verknappen ihren Lebensraum, und illegale Wilderei stellt eine dauerhafte Bedrohung dar. Zugleich gibt es aber auch Hoffnung: Korallen und Mangroven werden wieder angepflanzt, und Meeresschildkröten kehren an die Strände zurück, um ihre Eier zu legen. Während sich Gibbons wie Zirkusartisten durch die hohen Bäume des Flachregenwaldes schwingen.





