Sie sind klein, flink und deshalb aus vielen Bereichen unseres Lebens nicht mehr wegzudenken. Doch die rasante Entwicklung im Bereich der Drohnen-Technologie hat auch etwas Beängstigendes. Nicht nur, weil sie als Kriegsgeräte eine neue Form der Vernichtung hervorgebracht haben, sondern auch, weil Drohnen in Kombination mit künstlicher Intelligenz neue Bedrohungsszenarien schaffen. Die Vorfälle rund um Flughäfen und andere kritische Infrastruktur in den vergangenen Monaten haben die Gefahren für Europas Sicherheit deutlich gemacht. Die "WeltWeit"-Reporter haben sich die zivile und militärische Nutzung von Drohnen angeschaut. Welche tödliche Gefahr Drohnen im Ukraine-Krieg darstellen, hat Christian Wehrschütz vor kurzem am eignen Leib erlebt: Beinahe wäre er selbst Opfer eines Drohnenangriffs geworden. Während der Dreharbeiten geraten er und sein Team ins Visier einer Kampfdrohne. Die Rettung gelingt in letzter Sekunde. Nirgendwo sonst in Europa hängen Leben und Überleben so eng mit der Produktion von Drohnen und deren Abwehr zusammen wie in der Ukraine. Wie nutzt ein vom Krieg gebeuteltes Land Erfindergeist und Innovation, um dem zahlenmäßig überlegenen Angreifer Russland schon seit Jahren zu trotzen? "Wir haben ein Monster geschaffen", sagt ein Entwickler autonomer Drohnen im Interview über sein eigenes Produkt. Die Ukraine ist zum Versuchslabor für die Zukunft des Krieges geworden - und es liegt vor unseren Toren. Estland setzt mit einem umfassenden zivilen und militärischen Drohnenprogramm neue Maßstäbe in der Sicherheits- und Bildungspolitik in Europa. Drohnenkompetenz gilt dort als Teil der nationalen Verteidigungsstrategie, grenzt das Land doch direkt an Russland. Technologischer Fortschritt wird in Estland als eine nationale Existenzfrage verstanden.