Applaus für Ylva: Dass hätte sich der schreckliche Sven nicht träumen lassen, dass ihm ausgerechnet Ylva, Halvars Frau, ordentlich dem Marsch bläst. Es muss etwas passieren. Ylvas Vorräte sind allesamt aufgebraucht! Darauf, dass Halvar wieder gesund wird und nicht länger in der Lautstärke eines Sommergewitters niesen muss, kann sie nicht länger warten. Sie muss sich selbst um ein paar Einkäufe kümmern! Also wird Ulme kurzerhand zum Kapitän des Drachenbootes ernannt, und schon geht es samt Snorre und Tjure, Ylva und Wickie auf große Fahrt: mitten hinein in die Fänge des schrecklichen Sven, der draußen auf dem Meer auf leichte Beute gewartet hat. Leichte Beute? Von wegen! Von Ylva kann Sven noch ordentlich was lernen. Beispielsweise wie man mit einem einzigen Handstreich eine komplette Crew Piraten aufs Kreuz legen und seelenruhig den nächsten Hafen erreichen kann. Sven tobt. Das will er sich nicht bieten lassen, schon gar nicht von Halvars Frau! Er sinnt auf Rache. Die bekommt er allerdings nur, wenn er schlauer ist als Ylva. Und davon kann nicht die Rede sein, schon gar nicht, wenn Wickie seine Mutter einfallsreich dabei unterstützt, den schrecklichen Piraten nach allen Regeln der Kunst auszutricksen. Siegestanz: Die Iren sind ein besonderes Volk: sie tragen ihre Auseinandersetzung aus, indem sie gegeneinander zum Tanzen antreten. Halvar muss sich dem fügen. Will er den Iren entkommen, muss er ein großartiger Tänzer werden! Diese Iren scheinen ein seltsames Völkchen zu sein. Denn anders als unsere Wikinger tragen sie ihre Auseinandersetzungen nicht handfest mit Waffen aus, sondern - durch tanzen! Kein Wunder also, dass der bärbeißige Halvar beim Anschauen eines solchen, in seinen Augen al-bernen Tanzduells vor Lachen lauthals losprusten muss und die Iren dadurch schwer beleidigt. Knall auf Fall wird er zum Zweikampf gefordert und muss, ob er will oder nicht, zum irischen Stepptanz antreten.





