Wohin mit unserem Giftmüll?

Das gefährliche Erbe der Menschheit

Dokumentation / D 2020
Di, 14.07.
20:15 - 21:00
4 out of 4 based on 1 reviews

Beschreibung

Das gefährliche Erbe der Menschheit - Das gefährliche Erbe der Menschheit Er ist die dunkele Seite unserer Industrie: Giftmüll. Seit über 100 Jahren fallen in Deutschland industrielle Chemieabfälle an, die häufig einfach in die Landschaft gekippt wurden. Besonders schlimm in Bitterfeld-Wolfen. MDR WISSEN zeigt in diesem Film, wie dieses Problem entstanden ist und welche Lösungen die internationale Forschung bietet. Giftmüll ist eine der gefährlichsten Hinterlassenschaften unserer modernen Gesellschaft. Es sind Stoffe, die auch nach Jahrmillionen nicht an Giftigkeit verlieren. Tag für Tag fallen tonnenweise davon an - meist unbemerkt von der Bevölkerung. Darunter Schwermetalle wie Quecksilber und Arsen, sowie Asbest oder Dioxine. Sie stammen vor allem aus Industrie- und Verbrennungsanlagen und können schon in geringen Mengen Menschen und Umwelt vergiften. Was bei nicht fachgerechter Entsorgung passieren kann, zeigt das Beispiel Bitterfeld-Wolfen. Im Laufe des letzten Jahrhunderts wurden dort gewaltige Mengen hochgiftige Industrieabfälle einfach in die Umwelt gekippt. Der Kampf, die Umweltschäden einzudämmen, dauert schon 30 Jahre. Aber immer noch ist der Boden in der Tiefe verseucht, das Grundwasser stark belastet. Heute werden giftige Abfälle in Untertagdeponien gelagert - so wie in Herfa-Neurode an der hessisch-thüringischen Grenze. Es ist der wahrscheinlich giftigste Ort der Welt. Mehr als drei Millionen Tonnen gefährliche Abfälle lagern hier in unterirdischen Hallen eines Salzbergwerks. Genug, um die ganze Menschheit zu töten. Drei weitere Salzbergwerke haben in Deutschland die Zulassung, solch gefährlichen Abfall zu lagern. Aber über die langfristige Sicherheit der Salzbergwerk-Deponien sind sich die Experten nicht einig. Auf der Suche nach Antworten auf das Giftmüll-Problem folgt der Film den Spuren des Giftmülls von Bitterfeld, in ein Kalkbergwerk im Schweizer Jura und in die Einsamkeit der deutschen Salzstöcke 600 Meter unter der Erde, wo nur wenige Menschen je hin gelangen. Die Zuschauer erleben mit, welche Anstrengungen unternommen werden müssen, um Giftmüll für alle Zeiten sicher zu deponieren - oder Teile von ihm für neue Anwendungen zu recyceln. Sie begegnen Forschern auf ihrer Suche nach dem bestmöglichen Umgang mit diesem gefährlichen Erbe der Menschheit.

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