Wenn man über die größten Klassiker der Videospielgeschichte spricht, kommt man an „Day of the Tentacle“ nicht vorbei. Das schräge Point-and-Click-Adventure aus dem Jahr 1993 hat mit seinem einzigartigen Humor, seinen verrückten Ideen und seinen Zeitreise-Rätseln eine ganze Gaming-Generation geprägt. 2016 gab es eine Remastered-Version. Funktioniert dieses Kultspiel heute noch genauso gut wie damals, oder ist es eher ein Relikt aus einer anderen Ära?
Day of the Tentacle ist ein absoluter Meilenstein der Videospielgeschichte aus dem Jahr 1993 und ein klassisches Point-and-Click-Adventure. Für viele Spieler und Spielerinnen ist es reine Nostalgie, doch auch heute noch versprüht das Spiel seinen ganz eigenen, verrückten Charme. Hier ist ein Blick auf die Geschichte, das Gameplay und die Frage, wie gut das Spiel gealtert ist.
Die Hauptfigur dieses Schlamassels ist das Purpur-Tentakel, ein verrücktes, sprechendes Haustier und Laborassistent des exzentrischen Wissenschaftlers Dr. Fred Edison. Alles beginnt damit, dass das Tentakel giftiges Wasser aus dem Labor trinkt. Die Folge: Es mutiert, bekommt winzige Ärmchen und beschließt prompt, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Um diese drohende Katastrophe zu verhindern, will Dr. Fred drei sehr unterschiedliche Freunde einen Tag in die Vergangenheit schicken, damit sie das Trinken des giftigen Wassers verhindern. Mit dabei sind:
Die Zeitmaschine, die Dr. Fred dafür gebaut hat, besteht aus drei umgebauten Toilettenhäuschen, den Chrono-O-Johns. Da der Wissenschaftler für den Antrieb der Maschine jedoch aus Geiz ein billiges Diamanten-Imitat verwendet hat, geht bei diesem Zeitsprung alles schief. Die drei Freunde werden durch die Jahrhunderte verstreut: Bernard landet wieder in der Gegenwart, Hoagie strandet 200 Jahre in der Vergangenheit und Laverne wird 200 Jahre in die Zukunft katapultiert. Die Aufgabe ist es nun, über die verschiedenen Zeitebenen hinweg Rätsel zu lösen, um den fiesen Plan des Purpur-Tentakels zu vereiteln.
Day of the Tentacle Remastered ist nicht nur Kult, sondern bietet Nostalgie in einem wunderschönen modernen Gewand. Die handgezeichnete Grafik wurde so liebevoll überarbeitet, dass sie exakt so aussieht, wie wir das Spiel in unserer oft etwas verklärten Erinnerung vor unserem inneren Auge haben. Für den ultimativen Nostalgiekick sorgt eine kleine, aber magische Funktion: Mit nur einem Tastendruck kann man jederzeit fließend zwischen der neuen Grafik und der originalen, pixeligen Version mitsamt dem klassischen Kästchen-Menü und der alten Musik hin- und herschalten. Das fühlt sich jedes Mal an wie eine Zeitreise in die eigene Jugend.
Letztlich ist Day of the Tentacle Remastered ein entspannendes Wohlfühlspiel. Es bietet die perfekte Gelegenheit, einfach mal die Seele baumeln zu lassen, ohne von modernen Spielmechaniken oder ständigen Reizüberflutungen genervt zu werden.