Exklusiv: Palina Rojinski über ihre erste Serienhauptrolle, Männer und die Macht der Sterne.
Weiblich, ledig, jung sucht ... den Mann fürs Leben in einem Wettlauf gegen die Zeit. Mit dieser ebenso simplen wie spannenden Formel lässt sich die „Ticking Clock“-Story der sechsteiligen Serie „My Ex“ mit Palina Rojinski am besten beschreiben.
Die Handlung der deutschen Adaption der israelischen Vorlage „Mythological Ex“ aus dem Jahr 2007: Die Berliner Mittdreißigerin Ivy hat alles, was ihr Herz begehrt – einen Topjob als Interior-Designerin, ein cooles Apartment, gutes Aussehen und eine perfekte Clique um ihren platonischen Kumpel Philipp (Helgi Schmid) und ihre Freundin Flo (Caro Cult). Umso erschreckender, als ihr ein Wahrsager ausgerechnet am Tag des Junggesellinnenabschieds ihrer Freundin prophezeit, dass sie nur noch drei Monate Zeit habe, um ihre große Liebe zu finden. Denn ansonsten, so das Orakel, bleibe sie für immer allein. Und es kommt noch sehr viel krasser: Seine Karten verraten, dass Ivy den Mann fürs Leben bereits kennt – aber irgendwann mit ihm Schluss gemacht hat! Ivy beschließt, in dem ihr verbleibenden Vierteljahr jeden ihrer Ex-Freunde zu kontaktieren.
Das bringt einige Hektik in ihr Leben, immerhin hatte sie bislang sechs Kerle, mit denen es ernster war. Doch wer könnte der Richtige sein? Das muskulöse Muttersöhnchen Paul („Club der roten Bänder“-Star Tim Oliver Schultz), dessen Mama inzwischen verstorben ist? Nico (David Vormweg), der zu romantischen Heulattacken neigte und der – kaum dass Ivy ihn in die Wüste geschickt hatte – mit Liebeskummerballaden zum Popstar aufstieg? Oder gar ihr nun mit einer heißen Blondine verbandelter jüngster Ex Chris (August Wittgenstein), mit dem es ständig Zoff gab? Die Auflösung wird nicht verraten, um Liebe und Romantik ging es im Interview mit Palina Rojinski aber natürlich auch.
TV DIGITAL: Warum ist Ivy eine Identifikationsfigur für viele Frauen?
PALINA ROJINSKI: Weil sie auf der Suche nach der großen Liebe ist – und nach einem erfüllten Leben. Sie ist Mitte 30 und in ihrem Umfeld die Einzige, die davon gefühlt noch weit entfernt ist. Viele Mädels kennen das. Die Serie spiegelt wider, was jede Menge Frauen gedanklich spielen: Was ist wohl aus dem einen oder anderen Ex-Freund geworden? Und wie wäre das Leben verlaufen, wenn man mit ihm zusammengeblieben wäre? Womit aber nicht gemeint ist, alten Beziehungen hinterherzutrauern – sondern eher darüber nachzudenken, wie man selbst durchs Leben geht.
Ist es ein romantisches Ideal aus der Vergangenheit, dass ein Partner alles sein soll: bester Freund, Liebhaber ...?
Wir leben zum Glück nicht mehr in der Epoche der Romantik. Damals ging es oft um unerfüllte Liebe, um Sehnsucht – und eine Partnerschaft scheiterte häufig an den Umständen oder der Herkunft. Heute haben wir viel mehr Freiheit und Möglichkeiten. Das ist ein großes Privileg, kann aber auch überfordern.
Gab es beim Dreh einen Intimitätscoach?
Ja, zum Beispiel für die Knutschszenen, die komplett durchchoreografiert waren. Wir haben vorher eine Probe gemacht: Wie hält man den Kopf, wie die Hand? Damit alles professionell und auch technisch sauber abläuft. Das ist ja heute Standard, was ich super finde, denn so fühle ich mich als Schauspielerin am Set wohler, weil intime Szenen natürlich immer eine Herausforderung sind.
Sie bieten auf Ihrem Instagramkanal @palinski selbst Astrologie-Inhalte an. Was fasziniert Sie daran?
Ich beschäftige mich schon lange damit. Astrologie kann eine gute Einordnung geben und einen gefühlsmäßig dafür wappnen, was kommt. Für mich ist sie eine intuitive, spirituelle Begleitung.
Sind Sie ein Kopf- oder Bauchmensch?
Ich bin eine absolute Romantikerin und glaube an die Liebe. Ich finde es wichtig, nicht nur rational zu entscheiden, sondern auch intuitiv zu fühlen. Mein Herz ist mein Motor. Wenn ich merke, dass es bei jemandem höherschlägt, dann folge ich diesem Impuls. Ich bin überzeugt, dass man mit einem Menschen sehr, sehr glücklich werden kann.
„My Ex“ mit Palina Rojinski läuft ab heute, dem 27. April 2026, in der ZDF-Mediathek.