90 Jahre Opel: Deshalb ist der neue Astra besser den je!

04.05.2026 um 09:45 Uhr
    Ein gelber Opel Astra fährt über eine Straße | © Opel
    Beim Opel Astra stehen mittlerweile vier Antriebe zur Auswahl ‒ weiterhin auch ein Diesel. | ©Opel

    Unser Autoexperte Olaf Schilling über den neuen Opel Astra und 90 Jahre Kompaktklasse aus Rüsselsheim.

    Für viele zählt Opel zu den Pionieren des Automobils für alle. Bereits der erste Opel Kadett war seit seiner Premiere 1936 ein Wagen fürs Volk. Als einer der ersten großen Hersteller brachten die Rüsselsheimer ein familienfreundliches und für viele Kunden erschwingliches kompaktes Auto auf den Markt – die Kompaktklasse war mitbegründet. In inzwischen 90 Jahren sind von den zwölf Generationen Kadett und Astra insgesamt rund 25 Millionen Exemplare an Kunden ausgeliefert worden. Das ist nicht nur eine Zahl, sondern auch ein Stück rollender deutscher Alltagsgeschichte. Vom Wirtschaftswunder über die Ölkrise bis zur Elektromobilität: Opels Kompaktklasse war stets mittendrin.

    Pünktlich zum Jubiläum des Bestsellers geht der neue Opel Astra an den Start – weiterhin in Rüsselsheim entwickelt, designt und gebaut. Das Facelift macht ihn moderner, das geschärfte Design mit der markanten Front ist gelungen. Vorn strahlt der traditionelle Opel-Blitz nun prominent. Eingefasst von horizontalen und vertikalen Lichtelementen bildet er einen illuminierten Opel Kompass. Das neue Markengesicht zeigt Tag wie Nacht selbstbewusst: Hier kommt ein Opel.

    Den Opel Astra gibt es auch als Sports Tourer. | ©Opel

    Leuchtkraft bringt Sicherheit

    Licht ist für Opel das neue Chrom und spielt in Rüsselsheim generell eine ganz wichtige Rolle – insbesondere beim neuen Astra. Er wird zum Vorbild im Segment. Erstmals gibt es adaptive, weitreichende wie blendfreie Intelli-Lux-HD-Scheinwerfer mit insgesamt 51.200 Lichtpunkten, 25.600 pro Seite. Diese Technik war bisher eher der Luxusklasse vorbehalten. 1500 Euro Aufpreis in der gehobenen GS-Version sind eine Investition in zusätzliche Sicherheit, beim Ultimate ist das System serienmäßig. Beim Kadett anno 1936 waren dagegen einfache Glühfadenlampen mit Reflektor Stand der Technik. Darüber hinaus bot er 23 PS, klare Linien und keinen Schnickschnack – dafür ein Versprechen: Mobilität für viele Menschen, nicht nur für eine kleine Minderheit. Ein Auto, das Familien verband, Arbeitswege verkürzte und Sonntagsausflüge ermöglichte.

    Doch zurück in die Gegenwart: der neue Astra fährt topmodern vor, mit elektrifizierten Antrieben, digitalem und aufgeräumtem Cockpit, jeder Menge Assistenzsystemen und komfortabler Ausstattung. Der Gedanke ist derselbe geblieben: ein Kompakter, der technischen Fortschritt einer breiten Bevölkerungsgruppe zugänglich macht. Die Preise für den Fünftürer starten bei fairen 32.990 Euro für den Hybridantrieb mit 145 PS starkem Dreizylinder-Benziner. Darüber hinaus stehen beim Astra drei weitere Antriebe zur Wahl: ein 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 130 PS (ab 34.640 Euro), ein Plugin-Hybrid mit neuem 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner und 196 PS Systemleistung (ab 38.460 Euro*) sowie ein Stromer mit 156 PS (ab 37.990 Euro*).

    Zwölf Generationen ‒ vom ersten Kadett bis zum aktuellsten Astra. | ©Opel

    Der Kombi namens Sports Tourer kostet jeweils 1500 Euro extra. Der Astra Electric hat durch den größeren Akku (58 statt 54 kWh) jetzt eine Reichweite von bis zu 454 Kilometern (Stadt: 580 Kilometer; jeweils nach WLTP). Und beim Plugin-Hybrid (PHEV) wurde die Systemleistung von 180 auf 196 PS gesteigert und der Akku von 12,4 auf 17,2 kWh vergrößert. Somit kann er jetzt laut Opel bis zu 84 statt 57 Kilometer rein elektrisch fahren (Stadt: 101 Kilometer). 

    Für Alltag und Fahrspaß

    Fahrdynamisch hat der Astra ebenfalls einen Sprung gemacht. Die Lenkung wirkt präzise, das Fahrwerk ausgewogen – also komfortabel genug für lange Strecken, aber straff genug, um auf kurvigen Landstraßen ein kleines Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Hinzu kommen serienmäßig innovative ergonomische Intelli-Sitze, gute Platzverhältnisse sowie ein großer, variabler und gut nutzbarer Kofferraum. Letzterer fällt je nach Antrieb teilweise unterschiedlich aus: Beim Fünftürer sind es 422 bis 1339 Liter, durch die Akkus beim PHEV (310 bis 1236 Liter) und beim Stromer (352 bis 1268 Liter) jeweils etwas weniger.

    Der Innenraum mit funktionalem Cockpit wirkt dank neuer Materialen jetzt wertiger. | ©Opel

    Das gilt auch für den praktischen Sports Tourer. Hier lauten die Zahlen wie folgt: 597 bis 1634, 466 bis 1483 (PHEV) und 516 bis 1553 (Stromer). Kurzum, der neue Opel Astra findet eine äußerst stimmige Balance zwischen Alltagstauglichkeit und Fahrspaß. Oder anders ausgedrückt: Er kann beides – Baumarkt und Bergstraße. Ein Opel Astra GSE dürfte in absehbarer Zeit mit mehr Leistung sogar noch mehr begeistern – passend zu Opels angekündigtem Engagement in der Formel-E-Weltmeisterschaft. 

    Opel geht in die Formel E

    Die große Fangemeinde freut sich, dass Opel in den Topmotorsport zurückkehrt. Die Rüsselsheimer schlagen ab der Saison 2026/2027 mit der Formel-E-Weltmeisterschaft ein weiteres Kapitel in ihrer langen und erfolgreichen Motorsport-Historie auf. Erfolge feierte Opel in der Vergangenheit im Rallye-, Tourenwagen- sowie Langstreckenrennsport – und nicht zu vergessen im vollelektrischen Rallyesport. „Das ist ein Meilenstein auf dem Weg in eine elektrische Zukunft. Unser Opel GSE Formula E Team wird zeigen, wofür unsere Marke steht: deutsche Ingenieurskunst, mutiges Design und eine elektrisierende Performance“, sagt Opel Chef Florian Huettl.

    Die weltweit am schnellsten wachsende Rennserie ist das nächste Level für die Submarke GSE. Dann gibt es mit den GEN4-Fahrzeugen den größten Leistungssprung in der Geschichte der Formel E. Die vollelektrischen Rennwagen werden im Qualifying- und Attack-Modus bis zu 816 PS erreichen – satte 340 PS mehr als bisher. Für mehr Effizienz und Reichweite wird zudem die Kapazität zur Energierückgewinnung auf bis zu 700 kW erhöht. „Was vor fünf Jahren mit der Gründung des ersten vollelektrischen Rallye-Markenpokals begann, erreicht nun mit der Formel E seinen Höhepunkt“, freut sich Opels Motorsport-Chef Jörg Schrott.

    * Die staatliche Förderprämie soll je nach Familieneinkommen und -situation zwischen 3000 und 6000 Euro betragen

    Was auch interessant sein könnte: