Unser Autoexperte Olaf Schilling über den neuen Opel Astra und 90 Jahre Kompaktklasse aus Rüsselsheim.
Für viele zählt Opel zu den Pionieren des Automobils für alle. Bereits der erste Opel Kadett war seit seiner Premiere 1936 ein Wagen fürs Volk. Als einer der ersten großen Hersteller brachten die Rüsselsheimer ein familienfreundliches und für viele Kunden erschwingliches kompaktes Auto auf den Markt – die Kompaktklasse war mitbegründet. In inzwischen 90 Jahren sind von den zwölf Generationen Kadett und Astra insgesamt rund 25 Millionen Exemplare an Kunden ausgeliefert worden. Das ist nicht nur eine Zahl, sondern auch ein Stück rollender deutscher Alltagsgeschichte. Vom Wirtschaftswunder über die Ölkrise bis zur Elektromobilität: Opels Kompaktklasse war stets mittendrin.
Pünktlich zum Jubiläum des Bestsellers geht der neue Opel Astra an den Start – weiterhin in Rüsselsheim entwickelt, designt und gebaut. Das Facelift macht ihn moderner, das geschärfte Design mit der markanten Front ist gelungen. Vorn strahlt der traditionelle Opel-Blitz nun prominent. Eingefasst von horizontalen und vertikalen Lichtelementen bildet er einen illuminierten Opel Kompass. Das neue Markengesicht zeigt Tag wie Nacht selbstbewusst: Hier kommt ein Opel.
Das gilt auch für den praktischen Sports Tourer. Hier lauten die Zahlen wie folgt: 597 bis 1634, 466 bis 1483 (PHEV) und 516 bis 1553 (Stromer). Kurzum, der neue Opel Astra findet eine äußerst stimmige Balance zwischen Alltagstauglichkeit und Fahrspaß. Oder anders ausgedrückt: Er kann beides – Baumarkt und Bergstraße. Ein Opel Astra GSE dürfte in absehbarer Zeit mit mehr Leistung sogar noch mehr begeistern – passend zu Opels angekündigtem Engagement in der Formel-E-Weltmeisterschaft.
Die große Fangemeinde freut sich, dass Opel in den Topmotorsport zurückkehrt. Die Rüsselsheimer schlagen ab der Saison 2026/2027 mit der Formel-E-Weltmeisterschaft ein weiteres Kapitel in ihrer langen und erfolgreichen Motorsport-Historie auf. Erfolge feierte Opel in der Vergangenheit im Rallye-, Tourenwagen- sowie Langstreckenrennsport – und nicht zu vergessen im vollelektrischen Rallyesport. „Das ist ein Meilenstein auf dem Weg in eine elektrische Zukunft. Unser Opel GSE Formula E Team wird zeigen, wofür unsere Marke steht: deutsche Ingenieurskunst, mutiges Design und eine elektrisierende Performance“, sagt Opel Chef Florian Huettl.
Die weltweit am schnellsten wachsende Rennserie ist das nächste Level für die Submarke GSE. Dann gibt es mit den GEN4-Fahrzeugen den größten Leistungssprung in der Geschichte der Formel E. Die vollelektrischen Rennwagen werden im Qualifying- und Attack-Modus bis zu 816 PS erreichen – satte 340 PS mehr als bisher. Für mehr Effizienz und Reichweite wird zudem die Kapazität zur Energierückgewinnung auf bis zu 700 kW erhöht. „Was vor fünf Jahren mit der Gründung des ersten vollelektrischen Rallye-Markenpokals begann, erreicht nun mit der Formel E seinen Höhepunkt“, freut sich Opels Motorsport-Chef Jörg Schrott.
* Die staatliche Förderprämie soll je nach Familieneinkommen und -situation zwischen 3000 und 6000 Euro betragen