Hyundai Ioniq 6 im winterlichen Härtetest

Olaf Schilling | © privat Olaf Schilling
28.01.2026 um 12:00 Uhr
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    Auf der Langstrecke: 866 Kilometer an einem Tag meistert der neue Hyundai Ioniq 6 locker. | ©

    Winterliche Testfahrt in der Elektrolimousine Hyundai Ioniq 6: Unser Autoexperte Olaf Schilling hat insgesamt sieben Länder durchquert und war beeindruckt vom koreanischen Stromer im Wintereinsatz.

    Die Diskussion um die Zukunft der E-Mobilität dreht sich oft um ein zentrales Thema: die Reichweite – gerade im Winter, wenn Kälte, Heizung und Schnee ihren Tribut fordern. Wir haben uns dieser Herausforderung gestellt und an einem Tag eine Strecke von 866 Kilometern durch Slowenien, Kroatien, Ungarn, Österreich, Tschechien, Slowakei und Polen zurückgelegt – bei winterlichen Temperaturen und teilweise Schnee. Unterwegs waren wir mit mehreren neuen Hyundai Ioniq 6 (ab 45.550 Euro) mit Heckund Allradantrieb, 170 und 325 PS sowie 63- und 84-kWh-Akkus mit noch mehr Reichweite (bis zu 680 km) als bisher und schnellerem Laden.

    Auf der Strecke waren sechs Grenzen und zig Mautstationen zu passieren. | ©Hyundai

    Stromer ohne Kälte-Probleme

    Unsere Tour startet früh, bei frostigen Temperaturen, mit geladenen Fahrzeugen und voller Motivation. Über Autobahnen, Landstraßen und durch bergige Abschnitte – begleitet von Schnee, vereisten Passagen und eisiger Luft. Unser Stromer lässt uns nicht im Stich, fährt ohne nennenswerte Probleme mit der Batterie oder Ladeinfrastruktur. Der Bordcomputer zeigt zwar Werte unter den idealen Angaben, doch im realen Praxisbetrieb ist der Ioniq 6 beeindruckend stabil unterwegs. Angesichts der Bedingungen und jeder Menge Autobahnkilometer sind 23,6 kWh Durchschnittsverbrauch okay. Zumal die drei Ladestopps zügig über die Bühne gehen. Dank der erstklassigen 800-Volt-Technologie und somit einer Ladeleistung von bis 260 kW vergehen von zehn auf 80 Prozent gerade einmal 18 Minuten. Zweimal gibt’s dazu einen Kaffee, in der Mittagpause eine Pizza.

    Das überüsichtliche Cockpit sowie viel Komfort erleichtern die Tour. | ©Hyundai

    Die Fahrt selbst geht komfortabel, durchaus sportlich und agil sowie sicher und leise über die Bühne. Währenddessen können sich die Insassen über bequeme Sitze, wohnlichen Komfort, eine umfangreiche Ausstattung und viel Platz freuen – trotz einer ausgeprägt windschlüpfrigen Karosserie mit dem sensationellen cw-Wert von 0,21. Alles in allem fällt das Fazit unserer Tour eindeutig aus: Ein Stromer wie der Hyundai Ioniq 6 liefert nicht nur in der Theorie starke Werte, sondern auch im harten Wintereinsatz auf einer Langstrecke.