Opel Frontera: Das Familien-SUV für alle

14.01.2026 um 10:00 Uhr
    Der Opel Frontera bietet viel, egal ob als Electric oder als Hybrid. | © Opel
    Der Opel Frontera bietet viel, egal ob als Electric oder als Hybrid. | ©Opel

    Unser Autoexperte Olaf Schilling testet den Opel Frontera und gibt wertvolle Kauftipps. Welche Stärken der Familien-SUV hat, erfahrt ihr auch in der Video-Kaufberatung. 

    Opel kehrt zurück zu alter Stärke und baut mit dem Frontera einen praktischen wie preiswerten Wagen fürs Volk, ausgestattet mit moderner Technik. Kantig, kompakt und kultig, zielt er auf junge Familien. Ab fairen 24.190 Euro gibt es viel Auto fürs Geld. Durch die angekündigte E-Auto-Prämie (je nach Familieneinkommen zwischen 3000 und 5000 Euro) entfällt quasi der Preisunterschied zu den Verbrennern, steuerfrei sind Elektroautos außerdem. Infos zur Förderprämie für E-Autos gibt's hier >>

    Der Opel Frontera ist ziemlich variabel. Für 800 Euro Aufpreis werden die beiden Hybriden sogar zum Siebensitzer. Dann gibt es allerdings kaum noch Platz für Gepäck. | ©Opel

    Unsere Kaufberatung klärt, welcher Frontera zu wem passt. Der Frontera wirkt nicht etwa billig, sondern hinterlässt einen soliden Eindruck. Beim Fahren ist der günstige Preis ebenfalls nicht spürbar. Der kompakte SUV fährt sich handlich, unaufgeregt und vermittelt ein rundum angenehmes Fahrerlebnis. Zumal das komfortable Fahrwerk Unebenheiten harmonisch wegbügelt. Als Antrieb stehen zwei Hybride sowie zwei Vollstromer zur Wahl (siehe Kasten rechts).

    Ein Alltagsheld für Familien

    Die 48-Volt-Mildhybride schöpfen die Kraft aus einem 1,2-Liter-Turbobenziner mit drei Zylindern und dem ins Gehäuse des Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebes integrierten E-Motor mit 21 PS, die Kombi garantiert ein sanftes Anfahren. Das Einstiegsmodell (ab 24.190 Euro) leistet 110 PS. Für Wenigfahrer ist das völlig ausreichend. Der Hybrid mit 145 PS Systemleistung kostet 1800 Euro mehr. Er beschleunigt zügiger von 0 bis 100 km/h (9,1 statt 11,4 Sekunden), fährt schneller (189 statt 176 km/h) und verbraucht im Schnitt ebenfalls 5,3 Liter. Alles in allem ist mit ihm die Fahrt auf längeren Strecken und mit Familie entspannter.

    Der Frontera Electric (ab 28.990 Euro) liefert 113 PS und eine gleichmäßige, harmonische und leise Leistungsentfaltung. Mit ihm lässt es sich sehr entspannt cruisen, vor allem in der Stadt ist er in seinem Element. Mit der 44-kWh-Batterie schafft er bis zu 307 Kilometer Reichweite. An der Schnellladesäule dauert das Laden von 20 auf 80 Prozent rund 26 Minuten. Eine Mehrheit dürfte sich für die ExtendedRange-Version entscheiden (plus 2200 Euro). Sie hat ebenfalls 113 PS, kommt aber mit bis zu 406 Kilometern deutlich weiter. Für 2200 Euro mehr gibt es nicht nur eine größere Batterie (54 kWh), sondern Opel hat so einiges am Luftwiderstand, an der Zellchemie und der Rekuperation optimiert – Ergebnis ist u.a. ein geringerer Verbrauch (16,5 statt 18,3 kWh). 

    Der variable Kofferraum des praktischen Familienautos fasst dank der 60:40 geteilt umklappbaren Rücksitzlehne 460 bis 1600 Liter – top in dieser Klasse. Somit entsteht eine gut nutzbare Ladefläche. Da passen wirklich einige Koffer rein. Den doppelten Gepäckraumboden gibt es erst ab der GS-Linie. | ©Opel

    Weitere Unterschiede: Der „Große“ beschleunigt 1,4 Sekunden langsamer, wiegt 21 Kilo mehr und lädt zwei Minuten länger. Aus der 4,39 Meter langen Smart-CarPlattform wurde alles herausgekitzelt, u. a. ein rundum gelungenes Raumkonzept mit enorm viel Platz. Die Sitze sind bequem und für lange Strecken geeignet. Die Verarbeitung im Innenraum ist prima, das Geräuschniveau niedrig. Der variable Gepäckraum hat einen doppelten Boden und fasst 460 bis 1600 Liter – das ist top in dieser Klasse.

    Das schwarze Dach gibt es ab der GS-Linie. Die Länge beträgt 4385 Zentimeter (Radstand: 2670 cm). Außerdem ist er 1.849 Zentimeter breit (inkl. Außenspiegel: 2020 cm) sowie 1635 Zentimeter hoch (inkl. Antenne: 1655 cm). | ©Opel

    Der Clou: Die beiden Hybride werden für 800 Euro Aufpreis sogar zum Siebensitzer, allerdings eher für kleinere Passagiere und auf Kurzstrecken, denn fürs Gepäck bleibt fast kein Platz. Außerdem wird der Platz der zweiten Reihe etwas eingeschränkt, bequem sitzt man dort aber weiterhin. Apropos Einschränkung: Bei den Stromern müssen wegen der Batterie im Boden die Knie leicht angewinkelt werden.

    Ab GS-Linie bietet das übersichtliche Cockpit zwei 10 Zoll große Widescreens. Beim Basismodell ist das im Tech-Paket für faire 1000 Euro Aufpreis enthalten. Ansonsten hat es eine spezielle Halterung für Smartphones. | ©Opel

    Die Ausstattung bietet zum Teil Dinge, die es sonst erst in höheren Klassen gibt. Neben Klimaanlage, Tempomat und elektrisch bedienbaren Außenspiegeln und Fenstern sind moderne Assistenzsysteme wie Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, Müdigkeitserkennung, Verkehrszeichenerkennung oder Spurhalteassistent an Bord. Das Basismodell hat Stahlfelgen und eine spezielle Halterung für das Smartphone anstelle eines Bildschirms in der Mitte des Armaturenträgers. 83 Prozent der Käufer wählen für faire 1000 Euro Aufpreis aber das TechPaket. Das bietet unter anderem zwei 10-Zoll-Widescreens.

    Für den Opel Frontera gibt es einiges Zubehör, u.a. ein Thule-Dachzelt mit einer Liegefläche von 2,13 x 1,19 Meter. Es kostet 2.446,52 Euro und der passenden Aluminium-Dachträger 298,12 Euro. Somit wird er zum richtigen Freizeitmobil.  | ©Opel

    Ab der GS-Ausstattung (plus 3500 Euro) sind die Widescreens Serie. Sie wertet den Frontera auch optisch auf, u. a. durch 17-Zoll-Leichtmetallräder, ein schwarzes Dach und stärker getönte Heckscheiben. Außerdem gibt es Komfortextras wie Klimaautomatik oder die innovativen IntelliSitze, die durch eine Einbuchtung in der Sitzmitte den Langstreckenkomfort steigern. Die Linie Ultimate (plus 300 Euro) bietet zusätzlich u.a. Nebelscheinwerfer und eine Dachreling in Schwarz. 

    Am 24. Januar 2026 findet übrigens bei allen Opel-Partnern das traditionelle Angrillen statt. Dabei kann sich jeder persönlich ein Bild vom Frontera machen. Und natürlich gibt es jederzeit die Möglichkeit, einen Probefahrt-Termin zu vereinbaren.

    Beim Opel Frontera ist die Batterie in den Fahrzeugboden integriert. Zur Wahl stehen eine Kapazität mit 44 oder 54 kWh – also mit bis zu 307 oder 406 Kilometer Reichweite. Der 113 PS starke E-Motor ist vorne verbaut. | ©Opel

    FAZIT: Der Opel Frontera ist ein bodenständiger, erstwagentauglicher Alltagsheld. Ein kompaktes Raumwunder für Familien zum Schnäppchenpreis oder zu top Leasingkonditionen – vom 24. Januar bis 23. Februar übrigens inklusive kostenloser Opel Flat4Free, u. a. mit aufeinanderfolgenden Wartungen, Garantieverlängerung um bis zu zwei weitere Jahre und europaweiter Assistance.

    Motoren in der Übersicht

    HYBRID (81 KW / 110 PS) VERBRAUCH*: 5,3 L S • 0–100: 11,4 SEK. VMAX: 176 KM/H • PREIS: AB 24.190 € (LEASING: AB 208,73 €) Der kleine Hybrid ist ein ruhiger, entspannter Begleiter. Wer wenig fährt, kann sehr gut mit ihm leben. Verkaufsprognose: ca. 15%

    HYBRID (107 KW / 145 PS) VERBRAUCH*: 5,3 L S • 0–100: 9,1 SEK. VMAX: 189 KM/H • PREIS: AB 25.990 € (LEASING: AB 226,04 €) Der stärkere Hybrid kann alles besser – vor allem längere Strecken. Er ist daher unsere Kaufempfehlung. Verkaufsprognose: ca. 40%

    ELECTRIC 44-KWH-BATTERIE (83 KW / 113 PS) VERBRAUCH*: 18,3 KWH • REICHWEITE: 307 KM 0–100: 12,8 SEK. • VMAX: 143 KM/H PREIS: 28.990 € (LEASING: AB 228,89 €) Mit dem Electric lässt sich dank gleichmäßiger und harmonischer Leistungsentfaltung entspannt cruisen. Verkaufsprognose: ca. 20%

    ELECTRIC 54-KWH-BATTERIE (83 KW / 113 PS) VERBRAUCH*: 16,5 KWH • REICHWEITE: 406 KM 0–100: 14,2 SEK. • VMAX: 143 KM/H PREIS: 31.190 € (LEASING: AB 248,04 €) Bei der Leistung gibt es kaum Unterschiede. Die Extended-Range-Version ist aber sparsamer und kommt weiter. Verkaufsprognose: ca. 25%.

    Text: Olaf Schilling

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