Udo wird 80 und zeigt sich in einer Doku privat wie nie. TV DIGITAL verrät vorab Highlights.
Rocklegende, Eierlikörtrinker, Hotelbewohner seit Jahrzehnten – nur drei von vielen Facetten von Idol Udo Lindenberg. Anlässlich seines 80. Geburtstags am 17. Mai zeigt er sich in der neuen TV-Doku „Udo! Rebell. Rockstar. Ikone.“ so nahbar wie selten zuvor. Die Idee für das 90-minütige XXL-Porträt, in dem auch viele musikalische Weggefährten zu Wort kommen – etwa Bill Kaulitz, Inga Humpe und Anna Loos –, hatte die Drehbuchautorin Cornelia Quast. Exklusiv in TV DIGITAL erzählt sie nicht nur, wie sie den eher pressescheuen Udo Lindenberg vom Dreh überzeugen konnte, sondern verrät auch drei thematische Appetizer aus der Sendung: Udos Kindheit, sein Verhältnis zu Frauen und seine Zukunftspläne.
Damit er Ja sagte zum Dreh, musste Cornelia „Coco“ Quast in die Vergangenheit reisen. „Ein Großteil unseres Films dreht sich um Udos Kindheit und Jugend“, sagt sie. „Wir erzählen, wie aus dem kleinen ,Matz‘ – so lautete sein Spitzname als Kind – später die Rock-Ikone wurde. Dieses Konzept hat Udo überzeugt, denn so ausführlich wurde das bisher in keiner Doku beleuchtet.“ Es sollte der Beginn einer intensiven Zusammenarbeit sein, die viele Geschichten und berührende Momente aus Udos Leben erzählt. Etwa, dass sein Vater Gustav, ein Klempner, eigentlich Dirigent werden wollte. Seinen unerfüllten Träumen hing er beim Trinken nach, während sein „Matz“ mit Stöcken auf allem trommelte, was ihm unter die Finger kam – Fässer, Eimer, Tischkanten. Als Lindenberg mit 17 ankündigte, für ein Engagement in Tripolis nach Libyen zu fliegen, gab es Zoff mit seinen Eltern, doch Udo setzte sich durch. „Das ist meine Bestimmung“, sagt er – und stieg in den Flieger.
Und wie war das mit den Frauen? War Lindenberg tatsächlich ein Schürzenjäger? Von wegen! „Udo ist ein ,True Gentleman‘“, sagt Inga Humpe (Elektropopduo „2raumwohnung“), die mit ihm 2011 „Ein Herz kann man nicht reparieren“ aufnahm. Quast bestätigt das. Apropos Frauen: In der Doku geht es auch um das „Mädchen aus Ostberlin“, dessen Identität Lindenberg bis heute schützt.
Klar, dass bei einem Ausnahmestar wie ihm, der mit 76 seinen ersten Single-Nummer-eins-Hit „Komet“ dank der Kollaboration mit Apache 207 landete, noch lange nicht Schluss ist. Auch Quast sagt: „Stillstand ist einfach nicht seins. Aber er kündigt Dinge erst an, wenn sie wirklich da sind.“ Lindenbergs Motto ist und bleibt: „Ich mache immer mein Ding“ – was auch für sein nächstes offiziell geplantes Konzert gilt. Das nämlich soll, so Udo in der Doku, am 17. Mai 2046 stattfinden. Dann wird er 100.
Die Doku „Udo! Rebell. Rockstar. Ikone.“ läuft heute, am 18. Mai 2026 um 20:15 Uhr im Ersten und jederzeit in der ARD-Mediathek.