Netflix Kosten 2019 • Was man für Filme und Serien zahlt

+++NEWS+++:  Netflix erhöht die Preise jetzt auch in Deutschland! Wer ab wann wie viel mehr zahlt? Alle Informationen dazu HIER!

 

Die Netflix-Kosten sind nicht so hoch. Monat für Monat kommt aber doch ein Sümmchen zusammen. Wir zeigen, wie viel man wofür zahlt und ziehen Bilanz, was sich für wen lohnt – auch im Vergleich mit der Konkurrenz.

Allein die Tatsache, dass Netflix weltweit im letzten Quartal 2017 8,34 Millionen neue Abonnenten hinzugewonnen hat, ist schon ein Argument für den Video-on-Demand-Anbieter. Dazu kommen die beliebten Originalserien, die kein anderer zeigt, und natürlich der Lifestyle-Faktor – Netflix ist einfach in. Doch wie sieht's mit Kosten und Nutzen im Einzelnen aus? 

Ein besonderes Bonbon bietet Netflix gleich zum Einstieg: Wer sich registriert, genießt das volle Angebot im ersten Monat kostenfrei. Und nachdem man Netflix jederzeit einfach kündigen kann, versteckt sich da auch keine fiese Falle, bei der mit vergessenen Kündigungsfristen gerechnet wird. Wer raus will, kommt raus. Doch Netflix rechnet – und das mit Erfolg – damit, dass Neukunden nach einem Monat bleiben und sich so die Investition in den Testzeitraum lohnt.

Am 15. Januar 2019 wurde bekannt gegeben, dass Netflix in den USA die Preise erhöht – bei allen Abo-Varianten um 1 bis 2 Dollar. Klar, dass diese Maßnahme nicht auf den USA-Markt beschränkt bleiben würde.

Und richtig: Am 10. April 2019 wurde bestätigt, dass auch in Deutschland die Preise steigen.

Wie viel teurer wird's? Das Standard Abo erhöht sich um einen Euro, das Premium-Abo um zwei Euro. Beim Basis Abo bleibt der Preis gleich. Die aktuellen Abo-Preise und was man dafür bekommt siehe unten.

Ab wann kostet es mehr?  Die neuen Preise gelten für Neukunden bereits ab 11. April 2019. Bestandskunden zahlen die erhöhten Preise ab Mai 2019. 

Netflix' Kommentar: "Von Zeit zu Zeit ändern wir unsere Preise, weil wir weiterhin in großartige Unterhaltung investieren und in die Verbesserung der Netflix-Experience".

Fest steht: Von Seiten des Streaming-Anbieters besteht ein gigantischer finanzieller Bedarf. Denn auch wenn der Kundenstamm wächst und die Einnahmen steigen: Netflix investiert enorme Summen in seine Eigenproduktionen (18 Milliarden Dollar allein 2018) und in die Technik, die das reibungslose Streamen für Millionen von Nutzern ermöglicht. Hinzu kommt der Erfolgsdruck durch die wachsende Konkurrenz anderer Streaming-Plattformen.

Es gibt drei verschiedene Netflix-Abos, die sich in wenigen Features klar unterscheiden:

• Basis-Abo: 7,99 im Monat (95,88 pro Jahr). Zugriff aufs komplette Netflix-Anbot via TV, Handy & Co, allerdings nur in SD-Qualität. Außerdem kann nur auf einem Gerät geschaut werden (und nicht parallel auf einem anderen)

• Standard-Angebot: 11,99 Euro im Monat (143,88 pro Jahr). Zugriff aufs komplette Netflix-Anbot via TV, Handy & Co, in HD-Qualität. Es kann auf zwei Geräten parallel geschaut werden.

• Premium-Angebot: 15,99 im Monat (191,88 pro Jahr). Zugriff aufs komplette Netflix-Anbot via TV, Handy & Co, in HD- und Ultra-HD-Qualität. Es kann auf vier Geräten parallel geschaut werden.

Der Download auf mobile Geräte zum bequemen Ansehen unterwegs ist bei allen drei Abos inklusive.

Und so sieht das im direkten Vergleich in der Netflix-Grafik aus:

Die letzte Preiserhöhung bei Netflix gab es Ende 2017 (für Neukunden ab Oktober, für Bestandskunden ab Dezember). Da steigerte sich der Preis des Standard-Abos von 9,99 Euro auf 10,99 pro Monat. Das Premium Abo – davor für 11,99 Euro zu haben – kostet seither 13,99 Euro.

Im August 2015 war das Standard-Abo schon einmal erhöht worden: von 8,99 Euro auf 9,99 Euro. Netflix ist seit September 2014 in Deutschland verfügbar.

Wie oben bei den Abo-Arten erläutert, ist es bei der Standard- und der Premium-Version möglich, auf zwei bzw. bis zu vier Geräten gleichzeitig über denselben Account zu streamen. Gemeint ist damit allerdings die Nutzung im privaten Rahmen innerhalb eines Haushalts.

Theoretisch ist es natürlich möglich, die Zugangsdaten an einen nicht im Haus wohnenden Freunde/eine Freundin weiterzugeben, der sie dann von einer anderen IP-Adresse aus nutzt. Anscheinend hat Netflix im Moment (noch) kein Interesse daran, sich um solche Fälle zu kümmern, erlaubt ist es allerdings definitiv nicht, wie in den Netflix-AGBs zu lesen ist.

Die große Frage ist doch: Was bekomme ich für mein Geld. Und da sind Zahlen gefragt. Aktuell sind bei Netflix (Stand April 2019)

2643 Filme und 1139 Serien im Angebot.

Zum direkten Vergleich: Amazon-Prime-Kunden stehen in ihrer Flatrate

4617 Filme und 1428 Serien zum kostenlosen Gucken zur Verfügung.

Allerdings muss man bedenken, dass diese Gesamtzahlen auch viele Produktionen beinhalten, die keine große Zielgruppe finden werden. Dazu gehören sicher auch Filme aus dem seit Mai 2016 aktiven Angebot Amazon Video Direct, bei dem fast jeder seine Filme hochladen und Prime-Kunden anbieten kann.

Was die beliebten Originalserien angeht – für viele ein Hauptgrund, Netflix zu abonnieren – liegt Netflix mit in etwa doppelt so vielen Eigenproduktionen vor Amazon. Eingekaufte Exklusivrechte nicht mitgerechnet.

Alle Filme und Serien, die es aktuell bei Netflix zu sehen gibt, findet man in der Übersicht bei Werstreamt.es

Ganz einfach ist der Vergleich nicht, auch nicht im Bezug auf die Kosten. So bekommt der Kunde zum Beispiel für seine Prime-Jahresgebühr bei Amazon ja noch einige Features mehr neben dem Streaming. Auch sonst variieren die Modelle und das Angebot stark.

Trotzdem hier zur Übersicht die stärksten Konkurrenten:

Amazon: Für 69 Euro im Jahr oder 7,99 Euro im Monat kann das beachtliche Film- und Serienangebot genutzt werden (inklusive weiterer Prime-Vorteile wie gesparte Versandkosten, schnellere Lieferung & Co.). Neu eingestellte Kinofilme und US-Serien kosten extra, können zum Einzelpreis ausgeliehen oder gekauft werden. Es gibt eine 30-tägige kostenlose Probemitgliedschaft.

Maxdome: Flatrate mit monatlichen Kosten von 7,99 Euro. Aktuelle Kinofilme oder US-Serien kosten extra, können im Store zum Einzelpreis ausgeliehen oder gekauft werden. Auch hier gibt es einen Gratismonat.

Sky Ticket: 9,99 Euro pro Monat zahlt man für das Entertainment-Paket bei Sky-Ticket, dass die besonders begehrten HBO-Formate wie "Game of Thrones" und viele andere Serien verfügbar macht. Im ersten Monat kostete es nur 1 Euro. Wer außerdem aktuelle Filme sehen will, braucht (zusätzlich) das Cinema-Paket für 14,99 Euro pro Monat.

iTunes: Hier gibt es keine Flatrate mit Monatsgebühr – das riesige Angebot an Filmen und Serien ist nur über Einzelabruf verfügbar mit entsprechenden Kosten fürs Kaufen oder Leihen.

Sein Netflix-Abo zu kündigen, ist wirklich denkbar einfach. Keine Fristen, kein komplizierter Vorgang. Einfach im Netflix-Account "Konto" auswählen und dort auf "Mitgliedschaft kündigen" klicken. Fertig. Das Abo läuft dann nur noch bis zum Ende des aktuellen Monats. Wer es sich später anders überlegt, kann sein Konto schnell wieder aktivieren. Denn die persönlichen Einstellungen bleiben noch fast ein Jahr erhalten. Theoretisch könnte man sogar ein Konto eröffnen und direkt danach kündigen, um so einfach den Gratis-Probemonat zu nutzen.

• Es geht nicht nur ums Mitreden, manchmal aber schon. Und bei Serienfans sind die neuesten Folgen der Netflix Originale oft Gesprächthema. Zu Recht: Unter den selbstproduzierten Serien, Filmen und Dokumentationen gibt es ausgezeichnete Titel, die die monatliche Gebühr absolut wert sind.

• Letztlich ist es eine Frage des Geschmacks und des Nutzungsgrads: Wer US-Serien liebt und Formate abseits des Mainstreams schätzt, außerdem am Wochenende, unterwegs und auch sonst mit ordentlich Serienfutter versorgt sein will, wird vermutlich ein zufriedener Netflix-Kunde. Denn in den Abo-Kosten ist alles enthalten: Kein Movie und keine Episode kostet auch nur einen Cent extra. Wer viel guckt, zahl also wenig für einzelne Movies und Episoden.

• Dass die Seite/App so durchdacht funktioniert, gegebene Empfehlungen oft sinnvoll sind und es technisch selten was zu meckern gibt, zählt natürlich ebenso wir die kundenfreundliche und schnelle Möglichkeit zur Kündigung.

• Was die Wahl des individuellen Abos betrifft, ist die Frage nach dem Bedarf vorrangig. Schließlich muss man zum Beispiel wissen, auf wie vielen Geräten im Haushalt künftig gleichzeitig "genetflixt" wird. Wenn's viele sind, lohnt sich das Premium-Paket. Letzteres allerdings "nur" wegen der verfügbaren UHD-Qualität zu ordern, ist eine andere Sache. Schließlich braucht man dazu erstens ein passendes Gerät und idealerweise eine VDSL-Verbindung, die eine Downloadgeschwindigkeit von 25 Mbit pro Sekunde erlaubt. Zweitens muss man wissen, dass bei weitem nicht alle Filme und Serienepisoden tatsächlich in UHD verfügbar sind. Von etwa 773 Serien sind es zum Beispiel 111 (Stand Januar 2018).

Veröffentlich am 14.02.2018
Aktualisiert am 09.08.2019