Piercings, Tattoos  oder Undercuts nicht erwünscht.

„Babylon Berlin“: Für die neue Staffel werden ausgemergelte Komparsen gesucht

27.01.2021 um 19:12 Uhr

Für die Produktion der vierten Staffel von "Babylon Berlin" werden mehr als 2000 Komparsen aus Berlin und Brandenburg gesucht. Die sollten allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Wie die Agentur Filmgesichter aus Berlin am Dienstag mitteilte, sind vor allem Männer im Alter zwischen 18 und 50 Jahren sowie Frauen jeden Alters mit kinnlangen Haaren oder kürzer, mit Pagenschnitt oder Bubikopf gefragt.

Weil die vierte Staffel der Serie von ARD und Sky in den 1920er und Anfang der 1930er Jahre spielt, sind gefärbte oder gesträhnte Haare, Undercuts, Solarium-Bräune, künstliche Fingernägel, Piercings oder sichtbare Tattoos nicht angesagt.

Willkommen sind dagegen laut Agentur auch Versehrte mit Amputationen, Menschen mit körperlichen Fehlbildungen wie etwa verformten Gliedmaßen und körperlichen Behinderungen sowie "ausgemergelt" aussehende Frauen und Männer, "gerne mit gelebten Gesichtern und dürren Körpern", wie es hieß. "Hier spielt das Alter keine Rolle."

 

Der Hintergrund zu diesem speziellen Aufruf

Die 1920er Jahre waren ein Jahrzehnt des Aufschwungs nach dem Ersten Weltkrieg (mit über 700.000 Kriegsversehrten) das ein böses ökonomisches Ende nahm.  Am 24. Oktober 1929 kollabierte die Börse in New York und die schwerste und längste weltweite Wirtschaftskrise der Neuzeit begann. Große Teile des Vermögens von Unternehmen und Haushalten wurden auf einen Schlag vernichtet und eine große Armut machte sich in Deutschland breit. Im Jahr 1927 waren im Deutschen Reich rund 1,5 Millionen Menschen arbeitslos. Schon 1931 hatten sich ihre Zahl verdreifacht.

Die 4. Staffel „Babylon Berlin“ wird auf Volker Kutschers Romanvorlage "Goldstück" basieren und eben genau in dieser Zeit spielen. Sie zeigt die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise in Deutschland, die in der Machtergreifung der Nazis gipfeln.  Es gibt noch weitere Romane mit Kommissar Gereon Rath und seiner Assistentin Charlotte Ritter als Hauptfiguren, die nach 1933 spielen, doch diese werden nicht verfilmt. Die TV-Serie soll mit dem Ende der Weimarer Republik abgeschlossen werden.

Hier gibt's weitere Infos zur Anmeldung als Komparse bei der Agentur Filmgesichter.