„Operation Miethai“ – Mietwucher und eine hippe Kunstszene

„Die Drei von der Müllabfuhr“: Ist das Kunst, oder kann das weg?

14.05.2021 um 11:35 Uhr

Es ist ja nicht immer gleich zu erkennen, ob es sich bei moderner Kunst um ein großes Werk oder um Müll handelt. Das wird heute auch den Kollegen bei „Die Drei von der Müllabfuhr“ zum Verhängnis. Der sechste Film der authentischen Reihe lässt die Zuschauer mit einem Augenzwinkern in die hippe Kulturszene in Berlin eintauchen. Dort begegnen die Müllwerker einer von Janina Agnes gespielten Hausbewohnerin, die in einer Galerie arbeitet. Außerdem wird – wie der Titel schon verrät – das Thema „Mietwucher“ angegangen.

Die Sache mit dem Kunstwerk

Ein avantgardistische Installation ist der Stein des Anstoßes, der in „Die Drei von der Müllabfuhr“ heute Kunstliebhaber Ralle in den Mittelpunkt rückt. Er soll das Kunstwerk aus Metall versehentlich entsorgt haben. Dummerweise ist die betroffene Galeristin, der das gute Stück nun fehlt, auch noch die Schwester des Kollegen Specki. Sie nennt sich Eddi und hat schon lange den Kontakt zu ihrem Bruder verloren. Schauspieler Frank Kessler:

„Es geht nicht nur um Ist das Kunst, oder kann das weg? – ein Satz, den ich persönlich schon immer cool fand – sondern ums Suchen und Finden, ganz besonders in der Geschichte von Specki und Eddi. Wie oft ist es jedem von uns schon passiert, dass wir Dinge weggeworfen haben, die sich dann plötzlich als sehr wichtig oder sehr wertvoll herausstellten? So ergeht es auch Specki: Er trifft seine Schwester durch einen unglaublichen Zufall wieder und bekommt dadurch eine zweite Chance mit ihr. Es gibt immer eine zweite oder dritte Chance, Dinge klarer zu sehen und sie zu ändern. Man muss es nur zulassen.“

Häuserkampf in Berlin

Im anderen Erzählstrang der „Operation Mietwucher“ geht es um den Häuserkampf in Berlin. Hier geraten „Die Drei von der Müllabfuhr“ zwischen die Fronten eines skrupellosen Vermieters und seiner verzweifelten Mieter. Uwe Ochsenknecht alias „Käpt’n“ Werner Träsch und seine Männer in Orange müssen nicht lange überlegen, für wen sie Partei ergreifen. Regisseur Hagen Bogdanski erzählt in „Operation Miethai“ eine Geschichte, die auf eines der drängendsten Probleme der „kleinen Leute“ in der boomenden Hauptstadt verweist. Hier ist es Tarik, der persönlich verstrickt ist. Schauspieler Aram Arami:

„Tarik befindet sich in einer ziemlich heiklen Lage. Auf der einen Seite muss er dichthalten, weil er weiß, dass ein gesuchter Sprayer namens „Flash“ sein Kumpel Chris ist. Auf der anderen Seite weiß Tarik aber auch, dass Wände beschmieren nicht die Lösung für Probleme sein kann, auch wenn das in seiner Vergangenheit auch mal seine Herangehensweise war. Um Chris zu helfen, versucht Tarik, auf ihn einzureden, wird jedoch in sein nächstes Ding hineingezogen und fast von Chris‘ Vermieter auf frischer Tat erwischt.

„Die Drei von der Müllabfuhr – Operation Miethai“ läuft heute, 14. Mai 2021, um 20.15 Uhr im Ersten. Die Folge ist auch in der ARD-Mediathek abrufbar. 

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