"Was soll noch kommen?“

Frank „Buschi“ Buschmann verkündet seinen Abschied als Sportreporter

09.06.2022 um 10:20 Uhr

Die Sky-Bundesliga-Konferenz wird in Zukunft ohne ihn auskommen müssen:  Der Kult-Kommentator Frank Buschmann hat in einem Interview bestätigt, dass er nach mehr als 30 Jahren als Sportreporter aufhören will und zukünftig nur noch Unterhaltungsshows, wie zuletzt das „RTL-Turmspringen“ oder „Ninja Warrior“ moderieren wird.

„Kommende Saison noch Fußball! Dann sind 30 Jahre Sport im TV voll. Danach nur noch Murmeln, Luftballons, Turmspringen, Hunde, Ninjas und so ein Zeugs, versprochen“, kündigt der 57-Jährige auf Twitter an. In einem Interview mit dem Branchendienst DWDL sprach der ehemalige Zweitliga-Basketballer über seinen Abschied. „Ich habe schon oft über das Aufhören sinniert, aber diesmal meine ich es ernst. Was soll noch kommen?“, erklärte Buschmann.

Frank Buschmann begann seine TV-Karriere mit jungen 29 Jahren als Live-Kommentator der Basketball-Bundesliga. Mit seiner flapsigen Art und seinen emotionalen Ausbrüchen wurde er berühmt. NFL, NBA, Bundesliga, Champions League – Frank Buschmann ist als Kommentator aus dem Spitzensport kaum noch wegzudenken. Doch ab 2023 ist Schluss mit Sportjournalismus im TV, verkündet Buschmann im DWDL-Interview und zählt mehrere Gründe auf.

„Und ganz ehrlich: So wie heutzutage Sport präsentiert und übertragen wird, ist das ohnehin nicht mehr so ganz meine Welt.“ Es gehe um Produktionsstandards oder die Herangehensweise, was man als Reporter darf oder nicht.

„Ich frage mich: Wie viel Echtheit ist noch möglich? Wohin entwickelt sich der Sport generell? Wer möchte worauf Einfluss nehmen? Wir erleben derzeit eine unfassbar langweilige Gleichmacherei. Es lässt sich teilweise kaum noch unterscheiden, wer überhaupt gerade am Mikrofon sitzt“, kritisiert Buschmann die aktuelle Sportberichterstattung.

Der Diplom-Sportwissenschaftler begründete seine Entscheidung auch damit, dass nicht mehr alle Sportereignisse vor Ort kommentiert werden und die Emotionen dadurch ausbleiben, die dem Publikum somit nicht vermittelt werden kann. „Zumindest bei größeren Sportereignissen kann ich die derzeitige Entwicklung daher nicht verstehen – auch wenn die betriebswirtschaftliche Herangehensweise natürlich nachvollziehbar ist.“

Komplett aufgeben will "Buschi" seine Leidenschaft aber nicht: „Man kann auch sehr gut in einem Podcast über Sport sprechen.“

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