Wie aus einer anderen Welt

„Inspector Barnaby – Puppenmorde“: Antike Puppenhäuser und viele Verdächtige

24.01.2021 um 14:28 Uhr

Warum hat Inspector Barnaby eigentlich so viele Fans? Vielleicht, weil die Welt hier – bis auf die Morde – noch in Ordnung ist. Die Filme entführen aus dem Alltag, was im Moment angesichts Corona und Lockdown besonders guttut. Manchmal verliert man die Handlung etwas aus den Augen, dafür taucht man ein in eine Welt, die längst vergangen zu sein scheint. So auch in der heutigen Folge „Puppenmorde“.

Der neue Fall beginnt mit einem Kindergeburtstag, einer Seifenblasen-Maschine und einer offensichtlich verärgerten Frau im violetten Papageien-Kostüm. Zur Spieluhr-Musik bekommt der Zuschauer Einblick in ein antikes Puppenhaus und schon ist man drin in der kultigen Welt von „Inspector Barnaby“.

Die ist unmittelbar mit der englischen Kultur verknüpft, so dass Dialogbuchautor und -regisseur Theodor Dopheide es nicht immer leicht hat. Er verrät: „Dann sind die Dialoge im Englischen meist von leichter Ironie geprägt, und wie Loriot in so meisterhafter Weise den Grundton des Deutschen in seinen Dialogen getroffen hat, gilt es hier, eine Entsprechung für das zu finden, was das typisch Englische ausmacht. Die Frage lautet für mich häufig nicht so sehr, was im Original wie gesagt wird, sondern wie man es im Deutschen sagen würde.“

Worum geht es in „Inspector Barnaby – Puppenmorde“?

Bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung im Midsomer Familienmuseum wird der schwerreiche Immobilienbesitzer Alexander Beauvoisin vor allen Leuten von einer unbekannten Person hinterrücks erschossen. Es stellt sich heraus, dass die Mordwaffe eine schwedische Pistole aus dem Zweiten Weltkrieg ist. Es gibt recht schnell einen Hauptverdächtigen, doch nah und nach tauchen immer mehr Personen auf, die als Täter infrage kommen. Ganz nebenbei erfreut Rechtsmedizinerin Fleur Perkins (Annette Badland) DCI John Barnaby (Neil Dudgeon) mit einer ungewöhnlichen Spritztour im Motorrad-Beiwagen.

„Inspector Barnaby – Puppenmorde“ läuft heute, 24. Januar 2021, 22.15 Uhr, im ZDF und ist danach 30 Tage in der ZDF-Mediathek abrufbar.