Hitzige Debatte 

„maischberger“: „Unsinnig!“ - Walter Sittler positioniert sich klar gegen Migrations-Obergrenze

20.03.2024 um 06:08 Uhr

Wie mit Flüchtlingen und illegaler Migration umgehen? Diese Frage sorgte gestern Abend bei „maischberger“ wieder für reichlich Diskussionsstoff. Der Schauspieler Walter Sittler sprach sich dabei vehement gegen die Forderung einer Obergrenze in der Migrationspolitik aus.

Von Jahr zu Jahr wächst die Skepsis gegenüber der Zuwanderung. Viele Deutsche fordern deshalb eine Obergrenze. Auch in der Politik wird diese Idee seit langem heftig diskutiert. Aus Sicht von CDU-Chef Merz kann Deutschland nicht mehr als 60.000 bis 100.000 Flüchtlinge pro Jahr aufnehmen.

Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge stellten im vergangenen Jahr jedoch rund 330.000 Menschen erstmals einen Asylantrag in Deutschland! Die meisten von ihnen kamen aus Syrien, der Türkei und Afghanistan. Das waren rund 50 Prozent mehr Erstanträge als im Jahr 2022. Zudem leben aufgrund des russischen Angriffskrieges mittlerweile mehr als eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine in Deutschland. Eine Obergrenze könnte diese Entwicklungen etwas eindämmen.

„Das ist Fischen am rechten Rand!“

Der Schauspieler Walter Sittler hält den Vorschlag allerdings für alles andere als sinnvoll. Bei „maischberger“ stellt er klar: „Es werden immer welche kommen“, statt einer Obergrenze sei es deshalb wichtig, „dass sich die Europäische Union untereinander bespricht, wie man die verteilt.“

„Was macht man, wenn 120.000 kommen - lässt man die im See untergehen?“, gibt der „Kommissar und das Meer“-Darsteller zu Bedenken. Als demokratischer Staat hält er eine Obergrenze für eine „unsinnige Forderung“, trotzdem betont der Schauspieler, dass man darüber reden müsse, wie man die Menschen aufteilt: „Aber zu sagen, wir hören damit auf, das geht nicht“, „das ist Fischen am rechten Rand“, fügt Sittler entschlossen hinzu.

„Maischberger“ läuft jeden Dienstag und Mittwoch um 22:50 Uhr im Ersten.

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