Murot und das Prinzip Hoffnung

Schräger „Tatort“ mit Tukur: Kommissar Murot will ermordet werden

21.11.2021 um 10:32 Uhr

Ist das ein Krimi oder eine Philosophie-Stunde? Das werden sich einige „Tatort“-Fans fragen, wenn sie den Titel des heutigen Falls aus Frankfurt lesen. Der mittlerweile zehnte Einsatz von Ulrich Tukur als Felix Murot und Barbara Philipp als Magda Wächter heißt „Murot und das Prinzip Hoffnung“. Er bezieht sich auf das Hauptwerk des Philosophen Ernst Bloch und dessen Buch kommt auch im heutigen Krimi vor. Außerdem machen diesen „Tatort“ einige ungewohnte Stilmittel aus.

Perspektivwechsel als Stilmittel

So sieht man die Morde beispielsweise wie bei Computerspielen aus der Ego-Perspektive und die Protagonisten sprechen teils in die Kamera, als würden sie mit dem Publikum reden. Regisseur Rainer Kaufmann erklärt das so: „Tatsächlich geht es in diesem Tatort um Perspektiven. Murot wird zurückgeworfen in eine Zeit, in der er Teil einer Familie war. Aus dieser Familie ist nun das einstige Oberhaupt ermordet worden. Murot glaubt, dass er den Fall nur lösen kann, wenn er sich zurückbesinnt. Dabei versucht er, verschiedene Perspektive einzunehmen. Mit diesem Mittel der Perspektivwechsel arbeitet der Tatort auch.“

Worum geht es in "Murot und das Prinzip Hoffnung"?

Eine Mordserie erschüttert Frankfurt. Drei Männer werden erschossen, zwischen den Opfern gibt es keinerlei Verbindung. Kommissar Murot vom LKA Wiesbaden denkt, dass jemand ein Spiel mit ihm spielt, weil ihm die Morde über Hinweise angekündigt werden. Seine Ermittlungen konzentrieren sich schließlich auf das dritte Opfer, das er persönlich kannte. Es handelt sich um seinen früheren Philosophieprofessor Jochen Muthesius. Nach einer Familientragödie lebte der Mann seit Jahren auf der Straße, obwohl er noch immer eine Villa in Kronberg und ein erhebliches Privatvermögen besaß. Das macht die drei Kinder des Toten verdächtig.

Paul ist ein exzentrischer Alleinunterhalter, Inga arbeitet als Psychotherapeutin und Laura hat mit dem Geld ihres Vaters eine Stiftung für Bedürftige gegründet. Und es taucht ein weiterer Verdächtiger auf: Jürgen von Mierendorff, Nachbarssohn und Freund der Familie. Als Murot erkennt, dass einige Verdächtige zusammenarbeiten und er nur dann eine Chance hat, wenn er sie gegeneinander ausspielt, geht er in die Offensive: Um sie aus der Reserve zu locken, fordert er sie auf, ihn zu töten.

„Tatort: Murot und das Prinzip Hoffnung“ läuft heute, 21.11.2021 um 20.15 Uhr im ERSTEN. Der Krimi ist nach der Ausstrahlung sechs Monate lang in der ARD Mediathek abrufbar.

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