In „Unser Haus“ spielt Heinz Rudolf Kunze mit.

„Tatort“ Stuttgart heute: Neue-Deutsche-Welle-Star unter Mordverdacht

17.01.2021 um 19:12 Uhr

Die Kommissare Lannert und Bootz ermitteln heute im „Tatort: Unser Haus“ im Umfeld eines alternativen Bauprojekts. Mittendrin ein Neue-Deutsche-Welle-Star der 1980er Jahre, den wir beinahe nicht erkannt hätten.

„Dein ist mein ganzes Herz“, „Finden sie Mabel“ oder „Mit Leib und Seele“ waren die Hits, mit denen Heinz Rudolf Kunze (64) zu einem Star der Neuen Deutschen Welle wurde. Damit hatte damals kaum jemand gerechnet, denn Kunze galt als intellektueller Liedermacher mit feinsinnigen Texten, die nicht unbedingt für Massenpublikum geeignet waren. Zusammen mit dem Gitarristen Heiner Lürig veröffentlichte Kunze dann bis Anfang der 1990er Jahre einige erfolgreiche Rock/Pop-Alben. Später komponierte der studierte Gymnasiallehrer die Musik für verschiedene Musicals und schrieb viele Kinderlieder.

Darüber hinaus war das Multitalent auch immer wieder in kleineren TV-Rollen zu sehen, u.a. im „Großstadtrevier“, bei „In aller Freunschaft“ oder in der ZDF-Serie „Soko Wismar“. „Als Regisseur Dietrich Brüggemann für den ,Tatort‘ anfragte, war ich sofort dabei. Aber vielleicht erkennen mich viele nicht, weil ich im Film keine Brille trage“, erklärte Kunze gegenüber BILD am SONNTAG. In der Tat ist der Sänger ohne seine typische schwarze Hornbrille im jüngsten TV-Auftritt kaum zu erkennen.  

Für seine Rolle im Stuttgarter „Tatort“ musste der Sänger richtig büffeln, denn Texte - auch seine eigenen – kann er sich nur schwer merken. „Deswegen habe ich bei Konzerten immer einen Teleprompter auf der Bühne stehen. Für den ,Tatort‘ habe ich eine Woche gebüffelt. Meine Frau hat mich immer abgefragt“, gesteht Kunze.

Darum geht's im "Tatort: Unser Haus"

Eine weibliche Leiche im Keller der Baugemeinschaft Oase Ostfildern stellt die Geduld der Ermittler Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) auf eine harte Probe. Die positiven Schwingungen innerhalb der politisch korrekt zusammengewürfelten Gruppe aus Öko-Bauherren werden durch Leichenfund und Spurensuche ordentlich durcheinandergewirbelt.

Die Probleme beim Bauen mit Ökomaterial, Schimmel und mangelhafter Bauabdichtung? Plötzlich alles Nebensache, denn die "Oase" hat nun ein drängenderes Problem. Und immer klarer scheint, dass die Tote im Fundament einst ein Teil der "Oase" gewesen ist.  Und nicht nur "die Kerstin" und "der Udo", sondern alle vermuten den Mörder in den eigenen Reihen.

Mittendrin in dieser überzeichneten Milieustudie ist Heinz Rudolf Kunze als mordverdächtiger Ex-Bewerber zu sehen. Für Stuttgarter „Tatort“-Verhältnisse ein ungewohnt amüsanter Fall.

 

 

 

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