Björn Andrésen: Viscontis blonder Engel

Tod in Venedig: Was wurde aus dem schönsten Jungen der Welt?

01.11.2021 um 18:12 Uhr

Wenn ARTE heute Abend den Klassiker „Tod in Venedig“ zeigt, werden sich einige Zuschauer und Zuschauerinnen vielleicht fragen, was aus Björn Andrésen geworden ist, der damals die Rolle des blonden Todesengels „Tadzio“ spielte. Regisseur Luchino Visconti präsentierte den Teenager 1971 als den „schönsten Jungen der Welt“. Das blieb nicht ohne Folgen. Eine Doku im Anschluss an den Spielfilm gibt Aufschluss über das Leben des damals blutjungen Fernsehstars.

Vom schüchternen Jungen zum Sexsymbol

Der schüchterne Björn Andrésen wurde 1969 von seiner Großmutter für das Casting zum Film angemeldet. Sie begleitete ihn auch zu den Dreharbeiten und bekam eine eigene kleine Rolle im Film. Visconti schirmte den Jungen aus Stockholm während des Drehs noch weitgehend ab. Danach musste der Teenager selbst mit den sexuellen Avancen seitens zahlreicher Männer und Frauen klarkommen.

Der plötzliche Weltruhm durch „Tod in Venedig“ war für Björn Andrésen demnach nicht einfach. In der Vorschau zur Doku wird die Entwicklung nach der Welle der öffentlichen Begeisterung so beschrieben: „Ein japanischer Musikagent lädt ihn direkt vom roten Teppich nach Tokio ein, wo Björn als Japans erster westlicher Popstar in TV-Shows und Werbeclips vermarktet und als Idol des schönen androgynen Jünglings in Animes und Mangas verarbeitet wird.“

Sein Leben geriet völlig aus den Fugen und wurde zur nach und nach zur Tragödie. In der Doku „Björn Andrésen: Viscontis blonder Engel“ öffnen Kristina Lindström und Kristian Petri den Blick hinter die Kulissen des Filmklassikers "Tod in Venedig" und nähern sich einem Mann, der versucht, die Kontrolle über sein Leben zu erlangen.

Der Filmklassiker „Tod in Venedig“ läuft heute, 1. November 2021 um 20.15 Uhr auf ARTE. Die Dokumentation „Björn Andrésen: Viscontis blonder Engel“ schließt sich um 22.20 Uhr an.

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