Maren Eggert spielte 7 Jahre im Kieler "Tatort"

Berlinale 2021: Ex-„Tatort“-Star gewinnt Silbernen Bären

05.03.2021 um 16:49 Uhr

Die Schauspielerin Maren Eggert wurde für ihre Hauptrolle in der Tragikomödie "Ich bin dein Mensch" mit dem wichtigsten Schauspielpreis der diesjährigen Berlinale ausgezeichnet.

Die 47-Jährige spielt in der Tragikomödie „Ich bin dein Mensch“ von Regisseurin Maria Schrader eine Wissenschaftlerin am Pergamonmuseum. Sie soll einen humanoiden Roboter (Dan Stevens) testen - und verliebt sich in ihn. „Ihre Präsenz machte uns neugierig, ihr Charme sensibel“, erklärte die internationale Berlinale-Jury in ihrer Begründung.

"Wir hatten Glück, den Film während der Pandemie drehen zu können", sagte Eggert nach der Auszeichnung, "Deswegen möchte ich meine Solidarität ausdrücken mit allen Schauspielern, die wegen Covid-19 in einer Krise stecken."

Erstmals wurden die Schauspielpreise nicht mehr getrennt nach Geschlecht vergeben, sondern für Haupt- und Nebenrolle. Der Preis für die beste Leistung in einer Nebenrolle ging an Lilla Kizlinger für den Episodenfilm „Forest - I See You Everywhere“.

Maren Eggert als  Polizeipsychologin im Kieler "Tatort"

Im Kieler „Tatort“ spielte Maren Eggert von 2003 bis 2010 die Polizeipsychologin Frieda Jung, die mit Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) beruflich und privat verbunden war. Im Fall "Tango für Borowski" versuchte Frieda Jung ein letztes Mal vergeblich, die sonderbare Beziehung zu Borowski zu retten.

Danach stieg Maren Eggert, die mit dem Schauspieler Peter Jordan in Berlin lebt, aus dem „Tatort“ aus. "Die Rolle der Frieda Jung, an der ich so viel Freude hatte, ist nach sieben Jahren an ihre Grenzen gekommen“, begründete sei damals ihren Abschied in der Berliner Zeitung. Im „Tatort: Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes“, mit Lars Eidinger als Kult-Killer Kai Korthals, hatte Eggert 2015 nochmal einen Gastauftritt.

Der Goldene Bär der Berlinale 2021 geht nach Rumänien

Die experimentelle Satire „Bad Luck Banging or Loony Porn“ des rumänischen Regisseurs Radu Jude gewann den Goldenen Bären der Berlinale. Der Film erzählt von einer Lehrerin, die wegen eines privaten Sexvideos in Schwierigkeiten gerät.

Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt. Wegen der Corona-Pandemie fanden die Filmfestspiele vorerst online statt. Für Juni ist ein öffentliches Festival mit Preisverleihung geplant.