Noch keine Anklage bei strafrechtlichen Ermittlungen

Rust"-Tragödie: Alec Baldwin zu "maximaler Geldstrafe" verurteilt

21.04.2022 um 13:07 Uhr

Die "Rust"-Produktionsfirma erhält nach dem Tod von Kamerafrau Halyna Hutchins am Set die "höchste Verwarnungsstufe" und die "maximale Geldstrafe" der Arbeitsschutzbehörde von New Mexico. Alec Baldwins Anwalt hat inzwischen darauf reagiert.

Die für die Sicherheit am Arbeitsplatz zuständige Behörde in New Mexico hat der Produktionsfirma, die hinter dem Low-Budget-Western "Rust" steht, eine Geldstrafe von knapp 137.000 Dollar (umgerechnet etwa 126.000 Euro) auferlegt. Am Drehort in Santa Fe wurde die Kamerafrau Halyna Hutchins (1979-2021) im vergangenen Herbst (21.10.) versehentlich erschossen.

Wie es in der Pressemitteilung des Büros für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz (OHSB) des Umweltministeriums von New Mexico vom Mittwoch weiter heißt, erhielt "Rust Movie Productions, LLC" die höchstmögliche Strafe wegen "offensichtlicher Gleichgültigkeit gegenüber den offensichtlichen Gefahren im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Schusswaffen am Set, die zu einem Todesfall, schweren Verletzungen und unsicheren Arbeitsbedingungen führten". Außerdem heißt es in der Mittelung, dass das Management der Produktionsfirma "wusste, dass die Sicherheitsvorkehrungen für Schusswaffen am Set nicht befolgt wurden" und dass dennoch "keine Abhilfemaßnahmen ergriffen" worden seien.

Unter anderem teilte das OHSB weiter mit, dass es dem Unternehmen neben der höchsten Geldstrafe auch die "höchste Verwarnungsstufe" auferlegt hat, die nach dem Gesetz des US-Bundesstaates New Mexico zulässig ist.

Der tödliche Vorfall ereignete sich, nachdem Hauptdarsteller Alec Baldwin (64), der auch als Produzent an dem Filmprojekt beteiligt war, eine Requisitenwaffe abgefeuert hatte, die die 42-jährige Hutchins am Set des Westernfilms in New Mexico versehentlich tötete. Regisseur Joel Souza (48) war von dem Schuss an der Schulter verletzt worden.

Inzwischen hat Alec Baldwin über seinen Anwalt auf das Urteil reagiert. Auf Instagram postete der Schauspieler einen Text, in dem der Anwalt vor allem auf die Verantwortung des US-Stars eingeht.

"Wir sind der Behörde für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz von New Mexico für die Untersuchung dieser Angelegenheit dankbar", heißt es in der Erklärung. "Wir freuen uns, dass der Bericht Herrn Baldwin entlastet, indem er klarstellt, dass er glaubte, die Waffe enthalte nur Platzpatronen."

Der Vertreter fährt fort: "Darüber hinaus wird in dem Bericht bestätigt, dass die Befugnisse von Herrn Baldwin bei der Produktion auf die Genehmigung von Drehbuchänderungen und die künstlerische Besetzung beschränkt waren. Herr Baldwin hatte keine Befugnisse in den Bereichen, die Gegenstand der vom FBI festgestellten Verstöße waren, und wir freuen uns, dass die Behörden von New Mexico diese kritischen Fragen geklärt haben. Wir sind zuversichtlich, dass die in dem Bericht genannten Personen für diese Tragödie zur Rechenschaft gezogen werden".

Im Zuge der strafrechtlichen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft gibt es noch keine Anklage. Die Ermittler haben eine solche aber nicht ausgeschlossen.

Quellen
  • SpotOnNews
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