Auch neue "Game of Thrones"-Serie betroffen

Autoren-Streik in Hollywood: Diese Serien verzögern sich

09.05.2023 um 12:06 Uhr

Die Drehbuchautoren in den USA streiken seit fast einer Woche. Die neuen Staffeln von beliebten Serien wie "Stranger Things" und "Cobra Kai" werden sich deshalb verzögern.

Seit dem 2. Mai streiken die amerikanischen Drehbuchautoren. Die Vertreter der großen Studios und Streamingdienste sind nicht auf die Forderungen der Writers Guild of America (WGA) eingegangen. Die Autorengewerkschaft kämpft für eine bessere Bezahlung und bessere Rahmenbedingungen für die Arbeit ihrer Mitglieder.

Vor allem Late-Night-Shows sind in den USA von dem Ausstand der Autorengilde betroffen. Bei den Formaten von Jimmy Kimmel (55), Jimmy Fallon (48) und Co. laufen aktuell höchstens Wiederholungen. Die Moderatoren solidarisieren sich mit den Streikenden oder sind teilweise selbst Mitglieder der WGA.

Doch auch die Produktion dieser beliebten Serien muss wegen des Streiks pausieren.

"Stranger Things"

Der Dreh zur fünften und letzten Staffel des Netflix-Megahits "Stranger Things" sollte diesen Mai beginnen. Doch daraus wird erstmal nichts. Die Skripts sind zwar schon fertig, aber "das Schreiben hört nicht auf, wenn die Dreharbeiten beginnen". Das erklären die Serienmacher Matt und Ross Duffer (39) in einem Solidarisierungs-Tweet. "Obwohl wir uns darauf freuen, die Produktion mit unserer großartigen Besetzung und Crew zu starten, ist dies während dieses Streiks nicht möglich", heißt es darin außerdem. "Wir hoffen, dass bald eine faire Einigung erzielt wird, damit wir alle wieder an die Arbeit gehen können.

"Cobra Kai"

Mit "Cobra Kai" ist ein weiterer Netflix-Hit betroffen. Die sechste Staffel des "Karate Kid"-Ablegers steht bevor, doch die Autoren legen die Stifte beiseite, wie Showrunner Jon Hurwitz (45) auf Twitter schrieb. Der Writer's Room ist geschlossen. "Das sind keine schönen Zeiten, aber sie sind leider notwendig", so Hurwitz. "Sobald ein fairer Deal zustande kommt, werden wir wieder Ärsche treten."

"Yellowjackets"

Das Autorenteam des gefeierten Thrillerdramas "Yellowjackets" saß gerade an Staffel 3 - doch nach nur einem Tag stellte es die Arbeit wieder ein. Wann mit der dritten Runde zu rechnen ist, bleibt offen. In Deutschland läuft die Produktion des US-Pay-TV-Sender Showtime beim Streamingdienst Paramount+.

"Abbot Elementary "

Die Mockumentary-Sitcom "Abbot Elementary" gewann unter anderem einen Golden Globe als beste Comedy-Serie, in Deutschland ist sie eher unbekannt, obwohl sie auf Disney+ verfügbar ist. Ausgerechnet am 2. Mai, dem ersten Streiktag, sollte der Writer's Room die Arbeit an Staffel 3 beginnen. Doch nun ist erstmal Pause.

Laut Autorin Brittani Nichols (34) könnte der Streik die Länge von Season 3 beeinflussen. "Wenn dieser Streik über einen längeren Zeitraum andauert, wird unsere Sendung nicht rechtzeitig erscheinen und das könnte die Anzahl der Episoden verändern, worüber die Leute sicher sehr verärgert sein werden", so die 34-Jährige.

"Die Ringe der Macht"

Ein Sonderfall ist die "Herr der Ringe"-Serie "Die Ringe der Macht". Amazon zieht die Dreharbeiten zur zweiten Staffel trotz Streik durch. Allerdings muss der Dreh, der noch bis Ende Mai andauern soll, ohne die beiden Showrunner J.D. Payne und Patrick McKay auskommen. Als Mitglieder der WGA dürfen und/oder wollen sie nicht am Set sein.

"A Knight of the Seven Kingdoms”

Auch das kommende "Game of Thrones"-Prequel "A Knight of the Seven Kingdoms: The Hedge Knight" wird eine Pause einlegen. Das hat Autor George R.R. Martin in einem Blogbeitrag bekannt gegeben. Das "Autorenzimmer" für "A Knight of the Seven Kingdoms: The Hedge Knight" - das für den neuen Streamingdienst Max produziert wird - sei von der Writers Guild of America (WGA) "für die Dauer des Streiks geschlossen" worden. "Ich bin nicht in L.A. und kann daher nicht wie 1988 an einer Streikpostenkette teilnehmen, aber ich möchte zu Protokoll geben, dass ich meine Zunft voll und ganz und unmissverständlich unterstütze", stellte der Autor klar.

Wie lange der Streik noch dauern werde, wisse er nicht. "Vielleicht kommen die AMPTP-Mitglieder morgen zur Vernunft und bieten einige sinnvolle Zugeständnisse an, und die ganze Sache kann nächste Woche abgeschlossen werden. Darauf würde ich allerdings nicht wetten."

Bei der AMPTP handelt es sich um die "Alliance of Motion Picture and Television Producers". Es ist ein Wirtschaftsverband, der mehr als 350 amerikanische Fernseh- und Filmproduktionsfirmen bei Tarifverhandlungen mit Gewerkschaften der Unterhaltungsindustrie vertritt.

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