Am Ende des Regenbogens

„Ein Fall für zwei“: Werden wir wirklich über Smart-Geräte abgehört?

12.05.2023 um 10:38 Uhr

Im neuen Fall von Benni Hornberg (Antoine Monot, Jr.) und Leo Oswald (Wanja Mues) werden Menschen über ihre Staubsaugerroboter, Sprachassistenten und Fitnessarmbänder gezielt abgehört. So mancher wird nach dem „Fall für zwei“ heute Abend im ZDF skeptisch auf seine smarten Geräte schauen und sich fragen, wer da wohl gerade mithört.

Das Thema ist nicht neu: Immer wieder berichten die Medien über den „Lauschangriff im Wohnzimmer“. Mal geht es um mithörende Fernseher, mal um Smartphones, Sprachassistenten, aber auch um Staubsaugerroboter und Fitnessarmbänder. Alle Geräte, die Daten ins Internet senden, sind potenziell dazu geeignet, Menschen zu überwachen. Auch Smartphone-Apps haben Zugriff auf Kamera oder Mikrofon, wenn man es ihnen erlaubt.

Die meisten Verbraucher wissen das, verdrängen es aber. Smarte Geräte erleichtern den Alltag und auf ein Handy möchte heute kaum noch jemand verzichten. Also nimmt man die Abhörmöglichkeiten in Kauf. Was sollen Fremde mit diesen privaten Sprachfetzen schon anfangen? Außerdem ist es ja verboten, die gesammelten Daten und Aufnahmen – außer für den ausdrücklich angegebenen Zweck – zu nutzen.

Und sie tun es doch!

Der Krimi „Am Ende des Regenbogens“ zeigt, was passieren könnte, wenn sich Kriminelle nicht an die Gesetze halten. Die ganze Szenerie ist zwar nicht sehr realistisch, aber der Film umreißt das Problem. Die Firma Gingoo, wahrlich kein Weltkonzern, hat eine eigene Abteilung, die mit Hilfe ihrer Smart Devices und der App die Gespräche ihrer Kunden belauscht. Dass die fünf Mitarbeiter mit ihren auffälligen Kopfhörern in einem Minibüro sitzen, in dem „Ergonomie am Arbeitsplatz“ offensichtlich ein Fremdwort ist, sei dahingestellt.

Auch dass Privatdetektiv Leo Oswald innerhalb weniger Minuten einen Platz in diesem Team findet, um undercover zu ermitteln, kann man den Drehbuchautoren bei einem fiktionalen Format durchgehen lassen. Hier ist alles ein bisschen einfacher als im wirklichen Leben. Schließlich geht es um das große Ganze... und natürlich um zwei Morde.

Das passiert im neuen Krimi

In letzter Minute setzt Dennis Urban über seinen Sprachassistenten noch einen Notruf ab, wenige Minuten später ist er tot. Als die Polizei eintrifft, sitzt Fabian Eisermann mit einem blutigen Messer in der Hand neben der Leiche. Er habe nur helfen wollen, beteuert er. Benni Hornberg soll seine Unschuld beweisen. Die Ermittlungen führen zu einem zweiten Fall, der mit dem ersten etwas gemeinsam hat: In den Wohnungen beider Mordopfer steht der Gingoo-Smartlautsprecher.

„Ein Fall für zwei – Am Ende des Regenbogens“ läuft heute, 12. Mai 2023, um 20.15 Uhr im ZDF. Die Folge ist bereits in der ZDF-Mediathek abrufbar.

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