Geburt der Drachenfrau

Usedom-Krimi: Schockmoment und Cliffhanger – Wann geht’s weiter?

16.11.2023 um 15:25 Uhr

Die ehemalige Staatsanwältin Karin Lossow muss heute einen weiteren schweren Schicksalsschlag verkraften. „Das ist für sie DER Schock überhaupt! Und ein persönliches Trauma“, kündigt Schauspielerin Katrin Sass an. Dabei hat ihre Figur im „Usedom-Krimi“ eigentlich schon genug erlebt, was sie kaum verarbeiten kann.

Karin Lossow war lange im Gefängnis, weil sie im Affekt ihren Mann getötet hat. Dann wurde ihre Tochter Julia ermordet. Ihr Haus, das alle nur „Mörderhus“ nannten, ist auch längst abgebrannt. Jetzt ist gerade etwas Ruhe eingekehrt und Karin hat mit Schreiner Jörn Scherer vielleicht sogar einen neuen Partner in Aussicht, da rollt schon das nächste Unglück heran.

Schauspielerin Katrin Sass sieht in gewisser Weise eine Parallele zu ihrem Leben: „Wieder ein Auf und Ab, diese Lebenslinien sind bei ihr wahnsinnig. Aber genau das reizt mich bei dieser Figur. Karin geht mit der Situation verhältnismäßig gefasst um. Aber man fragt sich schon, warum plätschert es nicht mal? Es gibt ja viele Menschen, bei denen das Leben im Gleichgewicht ist, aber bei ihr geht es nicht – und bei mir auch nicht.“

Worum geht’s in „Geburt der Drachenfrau“?

Eine Gruppe von Geflüchteten wird von einem Schleuser in einem Transporter nach Usedom gebracht. Bei der Ankunft trägt Ahmad Bashmani seine leblose Tochter im Arm. Sie ist auf der Fahrt gestorben. Lara Scherer begegnet dem verzweifelten Mann und informiert die Polizei. Ihr Vater, Jörn Scherer, macht sich Sorgen. Er bitte Karin Lossow, mehr über die Hintergründe herauszufinden, denn Lara steht kurz vor einem persönlichen Rachefeldzug.

Dreharbeiten mit tiefem Einblick

Halima Ilter, die die Mutter des toten Kindes (Nadia Bashmani) spielt, hatte vorm Dreh eine schwierige Aufgabe: „Bei meiner Vorbereitung auf die Rolle musste ich mich nicht nur mit den tragischen Emotionen auseinandersetzen, sondern auch mit der Herausforderung, eine sprachliche Barriere aufzubauen und gebrochenes Deutsch zu sprechen. Als deutsche Schauspielerin bedeutet das, mein Denken komplett umzustellen. Es ist wie das Erlernen einer neuen Sprache, die man sich erst aneignen muss.“

Yasin El Harrouk, der den Vater des toten Mädchens spielt, berichtet: „Das Spannendste am Dreh des Usedom-Krimis fand ich den Aspekt, dass wir mit Geflüchteten gearbeitet haben. Durch die Gespräche am Set habe ich einen Einblick in viele Schicksale bekommen, worüber ich sehr dankbar bin. Dennoch wurde mir einmal mehr bewusst, wie schwierig es ist, hier in Deutschland Fuß zu fassen. Meine Figur wollte nur nach Deutschland kommen und weg vom Krieg, um eine bessere Zukunft zu haben. Viele Flüchtende erreichen ihr Ziel nicht, eine Tortur insbesondere für die Kinder, die oft nicht die Kraft haben, derartige Strapazen über Tage zu überstehen.“

„Der Usedom-Krimi: Geburt der Drachenfrau“ läuft heute, 16. November 2023, um 20.15 Uhr im Ersten. Der Film endet mit einem Cliffhanger. Der dritte Teil der Reihe wird am 23. November 2023 gezeigt. Die Folge trägt den Titel „Schlepper“.

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